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Älteres

Nachdem ich gestern schon kurz den Senftenberger Stadtpark streifte, wird heute eine geballte Ladung nachgeliefert...
Hinzu kommt, dass sämtliche Motive nicht sonderlich viel hermachen - Naturaufnahmen in schwarz/weiss gehen irgendwie gar nicht. Ausserdem wurden alle drei Ansichten von nahezu identischer Position aus aufgenommen. Dabei handelt es sich aber nicht um die ersten Exemplare mit dieser Eigenschaft. Wir hatten schon eine ganze Reihe von Ansichtskarten, die diese Sichtachse verwenden.
Senftenberg
Verlag Schöning & Co., Lübeck
63452
Aufnahme <= 1945
Sammlung Thomas Gröbe
Senftenberg
Echte Photographie
Trinks & Co. Leipzig O27
III / 18 / 20 / Za 1008 1 851
Bestell-Nr.14
Teco
Aufnahme <= 1945
Sammlung Wolfgang Hoffmann
Senftenberg
Echte Photographie
Trinks & Co. Leipzig O27
III / 18 / 20 / Za 1008 1 851
Bestell-Nr.6
Teco
Aufnahme <= 1945
Sammlung Wolfgang Hoffmann

Die beiden letzten Exemplare können mittlerweile sicher als Nachkriegsproduktionen identifiziert werden. Sie und weitere Exemplare dieser Serie unterscheiden sich in den umfangreichen Verlegerangaben nur in der individuellen "Bestell-Nr.". Man griff jedoch in den meisten, wenn nicht sogar allen, Fällen auf Bildmaterial zurück, welches vor 1945, ja in einem Fall sogar <= 1918, datiert werden kann. Die heile Turmspitze der Deutschen Kirche macht es uns im heutigen Fall einfach, diese Bestimmung vorzunehmen.

Irgend jemand hatte Sumpfzypresse im Senftenberger Stadtpark auf unten abgebildete Fotografie geschrieben. Glauben wir ihm. Ich bin kein Botaniker und erkenne keine Sumpfzypresse wenn ich einen Meter davor stehe! Angeblich kann man immer noch dieses bzw. zumindest überhaupt ein, Exemplar dieser Gattung in unserem Stadtpark bewundern.

Senftenberg
Aufnahme <= 19??
Museen OSL
Wesentlich interessanter ist folgende Postkarte, die inhaltlich jedoch im Zusammenhang mit obiger Fotografie steht...

Senftenberg
Verlag: Oscar Mäcke, Meiningen
Nachahmung verboten.
Aufnahme <= 1907
Sammlung Norbert Jurk
Auf Ihrer Bildseite erfährt der Leser nämlich etwas über den Seltenheitswert besagter Spezies. Ob das mit "Aechtheit verbürgte" Stück Holz tatsächlich von einer Sumpfzypresse stammt? Ich habe meine Zweifel!
Erstaunlich finde ich, dass eine derartige Produktion erstens verschickt werden durfte, sie zweitens tatsächlich verschickt wurde und drittens noch so gut erhalten ist! Immerhin tragen Holz und das wächserne Siegel doch schon erheblich auf. Heutzutage würde man eine derartige Karte höchstens in einem gepolsterten Umschlag versenden dürfen!
Und noch ein Detail genau dieser Karte möchte ich erwähnen: Der Schreiber liefert nämlich einen kleinen Augenzeugenbericht in Form folgender Zeilen:

... Übrigens ist hier die ganze Gegend ziemlich aufgeregt. In voriger Woche war eine große Zusammenrottung auf dem hiesigen Marktplatze. Ein Arbeitswilliger sogar ermordet. 50 Wachtmeister und 30 Schutzleute aus Berlin sorgen für Ordnung. Man kommt eben aus der Aufregung gar nicht raus. ...

Damit wird auf die Bergarbeiter-Streiks im Senftenberger Revier angespielt, die sich zwischen Mai und November 1907 hinzogen und teilweise blutig ausgetragen wurden. So wurde beispielsweise der Direktor von Henckels Werken, Junghann auf offener Strasse mehrmals in Gesicht und Hände gestochen. Das Opfer konnte sich nur mit Mühe auf das Gelände von "Friedrich Ernst" retten. Der Angreifer stammte angeblich aus den Reihen der Streikbrecher, die aus dem Westen und Osten in das Lausitzer Revier gekarrt wurden.
Bei dem Toten, der im Kartentext angesprochen wird, handelt es sich um Franz Kucza von der Senftenberger Stadtgrube, der in Senftenberg II von Ausständigen als Streikbrecher verdächtigt und daraufhin überfallen und schwer misshandelt wurde, so dass er kurze Zeit später an seinen Verletzungen im Krankenhaus verstarb.

In diesem Zusammenhang schaffte es "unsere" Karte sogar zu regionaler Berühmtheit in der Lausitzer Rundschau, nämlich hier...

Der heutige Gruß aus Sedlitz hatte produktionstechnisch ein paar Macken, die sich jedoch digital ganz gut beheben liessen. Das Datum der beiden Aufnahmen ist unklar. Bezüglich der Abbildung des Kriegerdenkmals kann man jedoch sagen, dass sie frühestens 1912 gemacht worden sein kann.
Otto Rost, Dresden
Nachdruck verboten.
27106
Aufnahme <= 19??
Sammlung Christian Petsch
Eine Datumskonkretisierung in Höhe von ganzen 13 Jahren konnte ich mittlerweile für die zwei unten abgebildeten Stücke des Subarachivs Umland vornehmen.
Senftenberg
Senftenberg
AK_Son 001_1
von <= 1945 auf <= 1932
Senftenberg
AK_Son 002_1
von <= 1945 auf <= 1932
Ausschlaggebend hierfür war ein Artikel aus dem Senftenberger Anzeiger vom 9. September 1932, den ich bislang nicht beachtet hatte. Für die zugehörige Illustration griff man damals auf dieselbe Postkarte (AK_Son 001_1) zurück. Da AK_Son 002_1 die gleichen Merkmale trägt, kann man bei ihr von denselben zeitlichen Gegebenheiten ausgehen.

Senftenberger Anzeiger (1932)
Als ich vor 2 Jahren die erste Ansichtskarte mit diesem, doch eher ungewöhnlichen Design vorstellte, hielt ich es für unwahrscheinlich, dass weitere Motive in dieser Art produziert wurden.
Wie man heute sehen kann, irrte ich mich...

Senftenberg

Senftenberg
C.G. Grubann, Senftenberg.
S&S
Aufnahme <= 1910
Sammlung Matthias Gleisner

Gruppenbild mit Kurbelwelle

... könnte man die erste der beiden Abbildungen für heute betiteln. Aufgenommen wurde die Belegschaft der Autowerkstatt Petsch zu einem bislang noch im Dunkeln liegenden Zeitpunkt. Während das Datum unsicher ist, können wir den Ort sehr genau bestimmen. Das Werkstattgebäude im Hintergrund steht heute noch und ist Bestandteil des Citroen-Autohauses Petsch. Das Rolltor an dieser Seite ist jedoch einem Anbau gewichen. Links hinter dem Oldtimer, auf dessen Kühlergrill man das Bentley-Symbol erkennt und da diese Marke erst seit 1919 operiert, kann die Aufnahme nur in den 1920ern gemacht worden sein, sehen wir noch ein kleines Stück der Annastrasse, heute Reyersbachstrasse.
Aus Richtung dieser, also 180 Grad gedreht, wurde das zweite Motiv aufgenommen. Dabei handelt es sich mehr oder weniger um eine Werbekarte für das ca. 1928 auf den Markt gekommene Modell Dixi 3/15 DA.
DA steht hierbei für Deutsche Ausgabe, die im Gegensatz zur "normalen" Variante, die ein 1:1 Nachbau des englischen Austin 7 war, Linkssteuerung besass. An eben jener Linkssteuerung dürfte aller Wahrscheinlichkeit tatsächlich der "Vertreter", Herr Petsch, auf der Postkarte abgebildet sein.
Bei der ansonsten unbeschriebenen und nicht gelaufenen Postkarte, lege ich mich zeitlich auf <= 1929 fest. Möglicherweise ist es sogar genau 1928, wenn man nachfolgendes Inserat aus dem Senftenberger Anzeiger als Anhaltspunkt benutzt.

Senftenberger Anzeiger (1928)
Senftenberg
Aufnahme <= 19??
Sammlung Wilhelm Petsch

Senftenberg

F. Quandt, Photograph,
Senftenberg N.-L.
18619
Aufnahme <= 1929
Sammlung Wilhelm Petsch

Neueres


175 174 173 172 171 170 169 168 167 166 165 164 163 162 161 160 159 158 157 156 155 154 153 152 151 150 149 148 147 146 145 144 143 142 141 
140 139 138 137 136 135 134 133 132 131 130 129 128 127 126 125 124 123 122 121 120 119 118 117 116 115 114 113 112 111 110 109 108 107 106 
105 104 103 102 101 100 099 098 097 096 095 094 093 092 091 090 089 088 087 086 085 084 083 082 081 080 079 078 077 076 075 074 073 072 071 
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035 034 033 032 031 030 029 028 027 026 025 024 023 022 021 020 019 018 017 016 015 014 013 012 011 010 009 008 007 006 005 004 003 002 001 

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