Neueres

289 288 287 286 285 284 283 282 281 
280 279 278 277 276 275 274 273 272 271 270 269 268 267 266 265 264 263 262 261 260 259 258 257 256 255 254 253 252 251 250 249 248 247 246 
245 244 243 242 241 240 239 238 237 236 235 234 233 232 231 230 229 228 227 226 225 224 223 222 221 220 219 218 217 216 215 214 213 212 211 
210 209 208 207 206 205 204 203 202 201 200 199 198 197 196 195 194 193 192 191 190 189 188 187 186 185 184 183 182 181 180 179 178 177 176 

Älteres


Wenn Du denkst, es geht nichts mehr, kommt von irgendwo ein neuer Unterstützer her.
Im aktuellen Fall reiht sich mit seiner kleinen, aber feinen, Senftenberg-Sammlung eine Person ein, dessen Name in den letzten Wochen einen höheren Bekanntheitsgrad erlangt haben dürfte. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich ihn vor Erscheinen seines Buches Burg, Schloss und Festung Senftenberg auch nicht so richtig kannte... Dabei arbeitete Dr. Ekkehard Kandler über viele Jahre als Architekt, Bauleiter und Bauforscher massgeblich an der Instandsetzung und Restaurierung des Schlosses und der Festungsanlage unserer Stadt. Seine dabei gewonnenen Erkenntnisse flossen als Ergebnis in eine Dissertation. Diese wiederum wird in oben genanntem Buch in gekürzter Form wiedergegeben.

Ich kann das Buch jedem Senftenberg-Interessierten nur wärmstens empfehlen. Auch wenn man, wie ich, nur die Hälfte von dem versteht, was darin festgehalten ist, wird man das Werk mit Sicherheit immer wieder gern zur Hand nehmen und dabei stets Neues lernen oder Bekanntes auffrischen. Hervorzuheben ist auch die hervorragende Gestaltung und die durchgängig hohe Qualität der Abbildungen und Pläne. Unter anderem kommt auch eine von mir zeitaufwändig restaurierte Abbildung zum Einsatz und das sagt mir, dass nicht alles umsonst war, was ich so treibe.
Eine Leseprobe kann man hier online durchführen.

Senftenberg
Verlag von C.G. Grubann, Senftenberg
Aufnahme <= 1902
Sammlung Ekkehard Kandler
Senftenberg
AK_SFB 097_1
von <= 1902 auf <= 1901
Senftenberg
AK_SFB 097_2
von <= 1902 auf <= 1901

Senftenberg
Photographie u. Verlag:
Rob. Lehmann, Thamm-Senftenberg.
h 46
Aufnahme <= 1912
Sammlung Fred Förster
Senftenberg
Graphische Verlagsanstalt
Konrad W. Lukowski, Leipzig N.22
Z5096 31
Erich Pakendorf, Kolonialwaren. Telefon 487
Aufnahme <= 1934
Sammlung Norbert Jurk
Wer bezüglich der geographischen Einordnung des links abgebildeten Motivs Schwierigkeiten hat, dem rate ich, die obere Abbildung der nachfolgenden Zweibildkarte zu studieren. Beide Aufnahmen wurden in etwa vom gleichen Standpunkt aus gemacht. Zwischen ihnen liegen jedoch bis zu zwanzig Jahre Zeitdifferenz. Wichtigster Unterschied ist natürlich das Verschwinden der ebenerdigen Gleise und der damit verbundenen Bahnübergänge. Wie man auf dem rechts abgebildeten Ausriss eines Senftenberger Stadtplanes schön sehen kann, befanden sich innerhalb weniger hundert Meter insgesamt 3 Gleisquerungen. Zwei davon (Kamenzer und Großenhainer Strecke) können wir auf der Postkartenabbildung ausmachen. Von der dritten, der Zschipkauer Strecke, können wir im Hintergrund nur das Bahnwärterhäuschen erkennen. Auf dem oberen Motiv der Zweibildkarte sehen wir hingegen schon die Brücke der hochgelegten Gleistrasse über die Lindenstrasse.
Der Standort des Fotografen für Motiv 2 der Zweibildkarte lässt sich fast unter oder kurz hinter besagter Brücke verorten.
Die Bahnübergänge auf diesem kurzen Strassenabschnitt waren, ebenso wie die Querungen in der Calauer/Bahnhofstrasse ein ständiges Ärgernis für die Senftenberger oder Auswärtige, die etwas in der Stadt zu besorgen hatten. Neben den unausweichlichen Wartezeiten waren sie überdies ein fortwährender Quell, teilweise tödlicher, Unfälle. Aus diesen Gründen entschloss man sich 1926 die Bahntrassen hochzulegen.

- Senftenberg, 5.Juli. Die Höherlegung der Strecke der Zschipkau- Finsterwalder Eisenbahn schreitet rüstig vorwärts. In der Lindenstraße sind bereits die Seitenpfeiler für die Eisenbahnbrücke fertiggestellt, sodaß nur noch die Eisenkonstruktion angebracht werden muß. Man hat jetzt mit dem Bau der zweiten Brücke an der Krankenhausstraße begonnen und die Ausschachtungs- und Betonarbeiten in Angriff genommen. Die Lindenstraße ist von der Unterführung der Großenhainer Eisenbahnstrecke bis zum Eingang nach dem Eisenwerk tiefergelegt und fertiggestellt. Die Aufschüttungsarbeiten der Eisenbahnstrecke, gegenüber dem Eisenwerk, sind ebenfalls im vollen Gange.

Senftenberger Anzeiger (1926)

Ausschnitt Stadtplan (vor 1910)
Der rote Stern symbolisiert den Standort des Fotografen.
Die erwähnte Tieferlegung der Lindenstrasse bereitete fortan auf Höhe der Eisenbahnbrücke der Kamenzer- und Großenhainer Strecke ganz andere Probleme. Bei stärkeren Niederschlägen sammelte sich dort nämlich das gesamte Regenwasser. Ein Zustand, den wir auch heutzutage ab und an beklagen müssen. Für den Schreibwarenhändler Robert Lehmann, dessen Laden wir auf den zwei Abbildungen sehen können und dem wir die obere und auch noch weitere Senftenberger Ansichtskarten verdanken, war dies in jenem Jahr nicht das Hauptproblem. Kopfzerbrechen bereitete ihm hingegen das "Wasserabgraben" der Konkurrenz, wie wir nebenstehendem Inserat aus dem Senftenberger Anzeiger entnehmen können...

Im heutigen Kontext lässt sich ein bereits lange bekanntes Motiv ein wenig nach vorn datieren... Es ist darauf anstelle der Brückenbauwerks der Zschipkauer Strecke immer noch der ebenerdige beschrankte Bahnübergang zu erkennen.

Senftenberger Anzeiger (1926)
Senftenberg
AK_SFB 092_1
von <= 1927 auf <= 1926
Senftenberg
AK_SFB 092_2
von <= 1927 auf <= 1926

Ein mehr oder weniger ungeplanter Krankenhausaufenthalt machte mir leider einen Strich durch die Rechnung. Der Plan war natürlich, die heutige Anlasskarte exakt 110 Jahre nach dem zugrunde liegenden Ereignisses vorzustellen. Nun muss ich das Ganze mit zehn Tagen Verspätung nachholen.
Am 19. und 20. Juni 1904 fand in Senftenberg das 16. Niederlausitzer Sänger Bundesfest statt. Selbiges wurde gleich mit dem 50-jährigen Jubiläum des Senftenberger Männergesangsvereins zusammengelegt. Zwei Fliegen mit einer Klappe sozusagen. Das Grossereignis schlug schon Wochen vor dem eigentlichen Termin hohe Wellen in der Lokalpresse und man verstand es die Erwartungen der Senftenberger Bevölkerung anzufachen.

17.Juni,... Da das Wetter beständig schön bleiben dürfte, ist auf vollzähliges Eintreffen der angemeldeten 800 Sänger zu rechnen und werden deshalb im Anzeigenteil die Herren Quartiergeber darauf aufmerksam gemacht, daß alle z.Z. der Kommission zugesagten Quartiere belegt und verteilt sind und daß man sich überall auf die entsprechende Anzahl Gäste einrichten wolle. - Die Festschrift ist umfangreicher als alle bisherigen geworden, sie umfaßt ca. 90 Seiten, ist reichhaltig illustriert und mit einer Spezialkarte des Industriebezirks versehen, und da sie außerdem die Programme und Liedertexte beider Festtage enthält, bei dem billigen Preise von 30 Pfg. zum Ankauf zu empfehlen. Dieselbe erscheint am Sonnabend nachmittag und wird in den Billetverkaufstellen und auf dem Festplatze zu haben sein, sowie auch durch dazu geeignete Knaben ausgetragen werden. - Die Festmedaille ist bereits fertig und in der Ausführung gediegen, so daß sie viele Käufer finden dürfte, ebenso wie die offizielle Festpostkarte, welche jedoch erst Sonnabend nachmittag eintrifft.

Senftenberg

2950
Verlag C.G. Grubann, Senftenberg
Aufnahme <= 1904
Sammlung Fred Förster

Ich gehe davon aus, dass es sich bei der im Text erwähnten offiziellen Festpostkarte um genau jenes Stück handelt, welches ich heute vorstelle. Es existiert noch ein anderes Motiv mit Bezug zum Sängerfest. Diese Ansichtskarte, wie auch die ebenfalls erwähnte 90-seitige Festschrift, würde ich gerne einmal im Original in die Hand bekommen.

in(?)-offizielle Festpostkarte
Die Senftenberger Ansicht auf der offiziellen Karte lieh man sich der Einfachheit halber von einer anderen Ansichtskarte aus. Wer genau hinschaut erkennt noch Teile der Seriennummer in der rechten oberen Ecke.

Senftenberg

In Retrospektive meines Krankenhausaufenthaltes muss ich konstatieren, dass mein Projekt über die letzten 2 Jahre stark an meiner Substanz gezehrt hat. Der Druck, den ich mir selbst auferlegt habe, übersteigt derzeit meine Reserven. Aus diesem Grund werde ich www.gruss-aus-senftenberg.de nicht einstellen aber dennoch auf 50-60 Prozent zurückfahren. Es wird also nicht mehr durchschnittlich 7 neue Motive pro Woche geben, sondern für die nächste Zeit nur noch 3 bis 4.
Senftenberg
AK_SFB 015_1
von <= 1940 auf <= 1938
Senftenberg
AK_SFB 124_1
von <= 1935 auf <= 1930
Senftenberg
AK_SFB 164_1
von <= 1919 auf <= 1915
Senftenberg
AK_SFB 249_1
von <= 19?? auf <= 1930
Senftenberg
AK_SFB 687_1
von <= 1945 auf <= 1941

Neueres


175 174 173 172 171 170 169 168 167 166 165 164 163 162 161 160 159 158 157 156 155 154 153 152 151 150 149 148 147 146 145 144 143 142 141 
140 139 138 137 136 135 134 133 132 131 130 129 128 127 126 125 124 123 122 121 120 119 118 117 116 115 114 113 112 111 110 109 108 107 106 
105 104 103 102 101 100 099 098 097 096 095 094 093 092 091 090 089 088 087 086 085 084 083 082 081 080 079 078 077 076 075 074 073 072 071 
070 069 068 067 066 065 064 063 062 061 060 059 058 057 056 055 054 053 052 051 050 049 048 047 046 045 044 043 042 041 040 039 038 037 036 
035 034 033 032 031 030 029 028 027 026 025 024 023 022 021 020 019 018 017 016 015 014 013 012 011 010 009 008 007 006 005 004 003 002 001 

Älteres