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3 Ansichtskartenmotive + 1 Ansichtskartenmotiv = 5 Ansichtskartenmotive in dieser Woche

Komische Mathematik? Nicht wenn man sich das heutige Exemplar anschaut! Also ich habe so etwas noch nicht gesehen. Gut, ich betreibe das Hobby auch erst knapp vier Jahre, dennoch behaupte ich, dass ich doch schon ein bisschen Ahnung von der Materie habe. Ein solches Exemplar ist mir jedoch generell noch nicht vor die Augen gekommen. Umso schöner, dass es sich hierbei sogar um etwas mit lokalem Bezug handelt, weshalb ich es hier vorstellen kann.

Senftenberg   Senftenberg
Verlag: C.G. Grubann, Senftenberg
- Ungesetzliche Nachbildung nicht gestattet.
Aufnahme = 1900
Sammlung Hans-Jürgen Tluste
Ja wir haben hier eine Ansichtskarte vor uns liegen! Die Besonderheit daran ist die Breite, denn die beträgt das Doppelte einer normalen Postkarte. Das gute Stück misst 9 x 27,5 cm !!! Aus diesem Grund auch meine merkwürdige Arithmetik oben, denn das heutige Exemplar zählt doppelt!
Ich muss die Antwort auf die berechtigte Frage "Durfte man so etwas überhaupt versenden?" bis auf weiteres schuldig bleiben. Die Postordnung des Deutschen Reiches, gültig ab dem 01.04.1900, welche für dieses Exemplar Anwendung gefunden haben dürfte, sagte im §7 Postkarten unter anderem folgendes aus:
Von der Privatindustrie hergestellte Formulare sind zulässig; sie dürfen in Form, Größe und Papierstärke nicht wesentlich von den durch die Post ausgegebenen Formularen abweichen und müssen auf der Vorderseite die Ueberschrift „Postkarte“ tragen.

Ich würde mal behaupten, dass das vorliegende Stück die Vorgaben nicht so wirklich erfüllt. Ein Blick auf die Adressseite offenbart zwar einige vorgedruckte Linien, aber das geforderte "Postkarte" fehlt. Und von den durch die Post ausgegebenen Formularen ist sie bezüglich der Abmessungen auch meilenweit entfernt. Ich kann mir eigentlich nur vorstellen, dass man die Ansichtskarte in der Mitte falten und irgendwie fixieren musste, hätte man sie ohne schützenden Briefumschlag versenden wollen.

Bei einem solchen extravaganten Objekt gerät das eigentliche Motiv ein wenig in den Hintergrund. Wohl auch deshalb, weil wir es und die Geschichte dahinter bereits kennen. Der Tagebaubrand von 1900 bei Rauno wurde jeweils vor einem Jahr hier und vor zwei Jahren hier bereits thematisiert. Und auch in diesem Jahr treffe ich wieder fast den exakten Jahrestag - den 05. August.

Übrigens... Kann es eine bessere Bestätigung der eigenen Arbeit geben, als wenn man Nachahmer auf den Plan ruft? Ja! Wenn die Nachahmer auch noch gut sind!
Lars Zängler wurde nach eigenem Bekunden erst vor wenigen Monaten zufällig auf www.gruss-aus-senftenberg.de aufmerksam. Meine Herangehensweise weckte in ihm den Wunsch etwas ganz ähnliches für seine Heimatregion auf die Beine zu stellen. Im April diesen Jahres schrieb er noch hier ins Gästebuch: Gerne würde ich für unsere Region etwas Gleichwertiges erstellen, aber ich denke da sind meine Fähigkeiten zu beschränkt. In den nachfolgenden Wochen gab es einen regen Erfahrungsaustausch zwischen uns, bei dem ich Lars die ersten theoretischen und praktischen Tipps vermitteln konnte. Lars möchte unbedingt die gleiche Ochsentour gehen wie ich - nicht einfach nur die Stücke seiner Sammlung im Internet zeigen, sondern die einzelnen Motive zunächst digital restaurieren. Keine vier Monate später hat er unter www.ansichtskarten-bitterfeld.de seine eigene Internetseite am Start. Und das was man dort (vor dem offiziellen Launch) schon bestaunen kann, ist in der Tat sehr gut gelungen!
Ich wünsche Lars Zängler für sein Projekt sehr viel Energie und Freude an dem Geschaffenen. Ohne letzteres wird es nicht gehen, denn der grösste Teil der Betrachter hat leider keine Vorstellung, mit wieviel Zeit und Arbeit dieses "Geschäft" verbunden ist.
Gleichzeitig bestätigt mir dieses Beispiel erneut, dass meine Grundidee, das Internet für heimatforscherische Zwecke zu nutzen das Mittel der Wahl ist... Wenn jemand quasi aus dem Stand und in der Regel ohne grosse zusätzliche Investitionen ein solches Projekt anschieben und der Öffentlichkeit präsentieren kann, dann muss daran irgend etwas richtig sein!


Senftenberg
Verlag G.R. Ziethe,
Senftenberg N-L.
8839
Aufnahme <= 1904
Sammlung Ekkehard Kandler
Senftenberg
Photographie u. Verlag v.
Herm. Meyer, Senftenberg.
No. 816.
Aufnahme <= 1905
Sammlung Matthias Gleisner
Senftenberg
Verlag Erich Krause,
Senftenberg, L.
8756
Aufnahme <= 1912
Sammlung Fred Förster
Senftenberg

Was soll man sagen? Drei wunderschön colorierte Ansichten des Senftenberger Marktplatzes aus "der guten alten Zeit"...
Das rechte Motiv kennen wir schon eine ganze Weile in der zweifarbigen Variante. Ausserdem sind wir diesbezüglich in der komfortablen Lage noch einen Schritt weiter zurück gehen zu können, nämlich in eine Vorstufe der Postkartenproduktion. Ich verfüge über die Kopie eines Abzuges, der offensichtlich als Arbeitsgrundlage diente und eine Auffälligkeit besitzt - einen blauen Tintenfleck in der Bildmitte. Bei genauerer Inspektion wird klar, dass das nicht irgendein Fleck ist, sondern dass man offensichtlich gerade damit beschäftigt war, an der Originalfotografie herum zu manipulieren. Drei Worte auf der Rückseite des Fotos bestätigen dies... Handwagen fort machen lautet der Befehl. Außerdem erfahren wir, dass Erich Krause 1000 farbige und doppelt soviele zweifarbige (Kupfertiefdruck) Exemplare in Auftrag gab.

Photographie der Firma Heiss & Co. in Cöln a. Rh.
Sammlung Ekkehard Kandler

Auf der Abbildung selbst kann man sehr gut die beiden Handholme des Wagens ausmachen, die in Luft ragen. Auf der Postkarte sind sogar noch Fragmente davon erkennbar. Ich habe mir erlaubt, die Arbeit meines Vorgängers zu vervollkommnen und die letzten Spuren digital zu tilgen.
In der zweifarbigen Variante habe ich dies nicht getan. Sollte ich aber vielleicht nachholen.
Reste der Handholme

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