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Wer sich fragt, woher die vor einigen Tagen präsentierten Filmaufnahmen stammen, bzw. zu welchem Zweck sie angefertigt worden sind...
Hier findet er die Antwort

Senftenberger Anzeiger (1919)
Im Rahmenprogramm des Passage-Kinos von Wilhelm Petsch wurden demzufolge lokale Filmstreifen gezeigt, die vom Betreiber des Lichtspielhauses selbst angefertigt wurden.
Die kurzen Filmchen zogen mit Sicherheit den ein oder anderen zahlenden Senftenberger zusätzlich ins Passage-Kino, denn wer würde sich nicht einmal selbst gern auf einer großen Kinoleinwand sehen? Selbige Leinwand können wir auf der unteren Abbildung der heutigen Zweibildkarte begutachten. Für meinen Geschmack sieht die Aufnahme irgendwie gestaucht aus. In meiner Erinnerung war das Kino breiter! Der Blick in die Gegenrichtung ist für mein Dafürhalten ebenfalls etwas verzerrt, wenn auch nicht so auffällig wie das andere Foto.

P.S.: den Film, der in der Zeitungsannonce von 1919 angekündigt wurde, konnte ich bislang noch nicht innerhalb des mir zur Verfügung stehenden Materials zuordnen.

Diesbezüglich möchte ich darauf hinweisen, daß die Seite Neues 174 durch ein kurze Filmsequenz aufgewertet wurde.

Senftenberg
d75
Aufnahme = 1912
Sammlung Stefan Petsch Jensen

Eine der ältesten, vielleicht sogar die älteste Veranstaltungsstätte Senftenbergs war das Schützenhaus. Wie wir dem Untertitel der ersten bekannten bildlichen Darstellung des Gebäudes entnehmen können, reicht seine Geschichte bis in das Jahr 1821 zurück. Besagte Zeichnung stammt von Camillo Ehregott Zschille, der um 1890 eine Reihe von Senftenberger Gebäuden, unter anderen auch das "Schützenhaus", festhielt. Vergleicht man die späteren Ansichtskartenmotive mit dieser Handzeichnung, dann hat sich baulich auch nichts Wesentliches geändert.
Wobei die heute hier versammelten Ansichten allesamt über die wahre Größe des baulichen Ensembles hinwegtäuschen. In Wirklichkeit gehörte nämlich nicht nur das hier jeweils prominent dargestellte Gebäude dazu, sondern noch ein weitaus größerer Saalbau. Schaut man sich die bekannten Innenansichten des Saales an, kommt man schnell zu der Gewissheit, dass sich dieser nicht in dem vergleichsweise kleinen und schmalen Haus befunden haben kann. Auf einer frühen Lithographie ist dieses zweite Gebäude bildlich festgehalten worden.

Im Schützenhaus fanden über die Jahre ständig irgendwelche Feste und Zusammenkünfte statt. Und das beschränkte sich nicht nur auf die Schützenvereine Senftenbergs und der Umgebung. Konzerte, Theater, Karneval, Sport, Rummel usw. usf.. Für jeden Geschmack wurde hier etwas geboten. Dabei machten die jeweiligen Betreiber/Veranstalter auch vom umliegenden Areal Gebrauch, so daß viele Veranstaltungen unter freiem Himmel stattfanden.

Laut Werner Forkert, wurde das Schützenhaus in den Jahren 1822 bis 1840 für einen (jährlichen?) Preis von 90 Talern an verschiedene Personen verpachtet. Im Jahre 1843 schließlich wurde das Haus an den Kunsttischler Dahme verkauft.
Wie man nachfolgendem Inserat aus dem Senftenberger Anzeiger entnehmen kann, war besagter Dahme 1878 offensichtlich schon tot und das Haus wurde von seiner Witwe geführt. Angesichts der damaligen Lebenserwartung fände ich es jedoch ziemlich bemerkenswert, wenn es sich tatsächlich um jene Generation gehandelt hat, die 35 Jahre zuvor das Schützenhaus übernommen hatte. Auszuschließen ist es aber nicht.
Senftenberger Anzeiger (1878)
Weiter bei Forkert: Am 20.Mai 1896 kaufte der Brauer Hänig diese Gaststätte und bewirtschaftete sie bis zum Brande 1945. Der Garten mit dem Musikpavillon und der Festsaal, sowie die große Schießbahn waren Anziehungspunkt für Alt und Jung. Höhepunkte waren die Stadtfeste, das Pfingsschießen und die Turnparaden.
Hierzu muss ich korrigierend ergänzen, daß das Schützenhaus bis zum Ende durch die Familie Hänig betrieben wurde. Hans Hänig hatte sich bereits 1906 mit Hilfe eines Revolvers das Leben genommen. Auch gab es zwischenzeitlich mindestens einen Betreiberwechsel (und zurück).
Leider bleibt Forkert bezüglich des Endes ("Brande 1945") etwas vage. Die Vermutung, daß dieser Brand etwas mit der näher rückenden Roten Armee oder aber mit Brandschatzungen im Gefolge des Kriegsendes zu tun hat, drängt sich jedoch auf.
Auf einem Luftbild der Alliierten vom 24.03.1945 kann man in der Nähe des Schützenhauses (gelbe Markierung) einige Bombentrichter ausmachen. Die Beschuß galt sicher primär der Kamenzer Bahnstrecke, und weniger dem Schützenhaus.

Senftenberg
Verlag v. Aug. Porscha, Senftenberg
Aufnahme <= 1908
Sammlung Matthias Gleisner
Senftenberger Anzeiger (1908)
Senftenberg
Foto u. Verlag Günther Heydecke,
Senftenberg, L.,
Bahnhofstr. 36 Tel. 466
0755
Aufnahme <= 19??
Sammlung Theodor Restel
Ob das Gruppenbild der "Priviligierten Schützengilde" im Garten des Schützenhauses aufgenommen wurde? Ich vermute es, befand sich doch hier quasi das "Hauptquartier" der Herrschaften.

Wie es bei Volksfesten auf dem Schützenhausplatz in den 1920er Jahren abging, wird durch folgendes Filmmaterial belegt.

Senftenberg
Aufnahme = 1921
Sammlung Isolde Rösler

Volksfeste auf dem Schützenhausplatz in den 1930er Jahren

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