Neueres

305 304 303 302 301 300 299 298 297 296 295 294 293 292 291 290 289 288 287 286 285 284 283 282 281 
280 279 278 277 276 275 274 273 272 271 270 269 268 267 266 265 264 263 262 261 260 259 258 257 256 255 254 253 252 251 250 249 248 247 246 
245 244 243 242 241 240 239 238 237 236 235 234 233 232 231 230 229 228 227 226 225 224 223 222 221 220 219 218 217 216 215 214 213 212 211 
210 209 208 207 206 205 204 203 202 201 200 199 198 197 196 195 194 193 192 191 190 189 188 187 186 185 184 183 182 181 180 179 178 177 176 

Älteres


Der Erste Weltkrieg, der außerhalb des deutsch-sprachigen Raums auch gerne als der Große Krieg bezeichnet wird, begann am 28. Juli 1914 mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien. Auslöser war das Attentat von Sarajevo einen Monat zuvor, bei dem der österreichische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin Sophie durch ein Mitglied der serbisch-nationalistischen Bewegung Mlada Bosna, ermordet wurden. 40 Staaten beteiligten sich an diesem bis dahin umfassendsten Krieg der Weltgeschichte. Insgesamt standen 70 Millionen Menschen unter Waffen. Die wichtigsten kriegsbeteiligten Länder waren:

"Mittelmächte"
Deutschland
Österreich-Ungarn
Osmanisches Reich
Bulgarien
"Entente"
Frankreich
Großbritannien
Russland
Serbien
Belgien
Italien
Rumänien
Japan
USA

Der Krieg endete am 11. November 1918 mit dem Sieg der aus der Triple-Entente (Großbritannien, Frankreich, Russland) hervorgegangenen Kriegskoalition. Diese gut vier Jahre forderten unter den Soldaten schätzungsweise 10 Millionen Todesopfer. Von den auf deutscher Seite im Kriegsverlauf Militärdienst leistenden 13,5 Millionen Soldaten, starben etwa 2 Millionen. Auch auf Seiten der anderen Länder waren hohe Verluste zu beklagen. Im Schnitt bewegt sich das Verhältnis Gefallener zu den damals eingesetzen Soldaten zwischen 15 bis 20 Prozent (Italien 14%, British-Empire 12%, Deutschland 15%, Russland 15%, Frankreich 16%, Serbien 19%, Österreich-Ungarn 19%, Osmanisches Reich 20%, Rumänien 28%). Das bedeutet (mindestens für Deutschland) das so ziemlich jedes Dorf Gefallene im besten Mannesalter zu beklagen hatte.
Ihnen zu Ehren begann man einige Zeit nach Kriegsende in Deutschland allerorten damit, sogenannte Heldengedächtnisstätten zu errichten. Über die zähe Geschichte des Kriegerdenkmals der Stadt Senftenberg berichtete ich hier lang und breit. In unserer Stadt weihte man vergleichsweise spät - im August 1925 - ein derartiges Kriegerdenkmal ein. In der ganzen Umgegend war man diesbezüglich erheblich schneller unterwegs. Zum Beispiel in Brieske (Dorf)...

Bereits im Februar 1921 erschien im Senftenberger Anzeiger folgende kleine Notiz:

Brieske, 1. Februar (Egs.) In allen Orten sind Bestrebungen im Gange und bereits vielfach von Erfolg gekrönt, den im Völkerringen gefallenen Ortsinsassen einen Gedenkstein zu errichten. Auch in unserm Dorfe sind Bemühungen von Seiten des Kriegervereins im Gange, die hiesigen Einwohner dafür zu interessieren. Große Anforderungen werden zwar an die einzelnen Dorfbewohner gestellt werden, doch sind sie gering im Hinblick auf das, was unsere teuren Toten geopfert haben. 5000 - 6000 Mk. werden nötig sein für den Gedenkstein. Möge darum den Herren, die in den nächsten Tagen mit der Sammlung beginnen, ein grundlegender Erfolg beschieden sein. - In der Weise, wie ein Volk seine Toten ehrt, ehrt es sich selber.
Das Denkmalskomitee.

Senftenberger Anzeiger (1921)

Die Bemühungen waren mehr als ein Jahr später von Erfolg gekrönt. Eine Woche vor Ostern 1922 fand die feierliche Einweihung des Gedenksteins statt. Diesen können wir übrigens auch heute noch an Ort und Stelle betrachten und erhalten somit Informationen zu den dort geehrten gefallenen Söhnen des Dorfes.

Etwas anders verhält es sich mit dem Kriegerdenkmal von Rauno.
Laut Norbert Jurk existierte der Gedenkstein - ein liegender Soldat mit Stahlhelm, 240 cm lang und aus Klinkerkeramik vor einer Wand mit fünf Tafeln. Vier davon trugen die Namen der Gefallenen - noch bis zum Jahr 1974 auf dem Friedhof der Gemeinde.
Die einzige Abbildung davon, die ich kenne, stelle ich nachfolgend dar. Entnommen ist sie dem Buch "Heimatserinnerungen" von Hermann Glienke (1926). Dort findet sich auch die einzige Information zum Tag der Einweihung, der 8. Oktober 1922, also heute vor 95 Jahren. Eine Bestätigung in Form von Meldungen in der damaligen Lokalpresse konnte ich bislang nicht finden, also müssen wir bis auf weiteres darauf vertrauen.

Senftenberg
Aufnahme <= 1926
Sammlung Matthias Gleisner
Senftenberg
Aufnahme <= 19??
Sammlung Gerd Petsch
Was die Männer betrifft, die auf den Tafeln verewigt wurden, gehe ich mit absoluter Sicherheit davon aus, daß es die waren, zu denen besagte Chronik sehr ausführlich berichtet...

Neueres


175 174 173 172 171 170 169 168 167 166 165 164 163 162 161 160 159 158 157 156 155 154 153 152 151 150 149 148 147 146 145 144 143 142 141 
140 139 138 137 136 135 134 133 132 131 130 129 128 127 126 125 124 123 122 121 120 119 118 117 116 115 114 113 112 111 110 109 108 107 106 
105 104 103 102 101 100 099 098 097 096 095 094 093 092 091 090 089 088 087 086 085 084 083 082 081 080 079 078 077 076 075 074 073 072 071 
070 069 068 067 066 065 064 063 062 061 060 059 058 057 056 055 054 053 052 051 050 049 048 047 046 045 044 043 042 041 040 039 038 037 036 
035 034 033 032 031 030 029 028 027 026 025 024 023 022 021 020 019 018 017 016 015 014 013 012 011 010 009 008 007 006 005 004 003 002 001 

Älteres