Neueres

334 333 332 331 330 329 328 327 326 325 324 323 322 321 320 319 318 317 316 
315 314 313 312 311 310 309 308 307 306 305 304 303 302 301 300 299 298 297 296 295 294 293 292 291 290 289 288 287 286 285 284 283 282 281 
280 279 278 277 276 275 274 273 272 271 270 269 268 267 266 265 264 263 262 261 260 259 258 257 256 255 254 253 252 251 250 249 248 247 246 
245 244 243 242 241 240 239 238 237 236 235 234 233 232 231 230 229 228 227 226 225 224 223 222 221 220 219 218 217 216 215 214 213 212 211 
210 209 208 207 206 205 204 203 202 201 200 199 198 197 196 195 194 193 192 191 190 189 188 187 186 185 184 183 182 181 180 179 178 177 176 

Älteres


Ich bin zwar kein Briesker und schon einmal gar kein "Ur-Marganer", wie der eine oder andere Einwohner Brieskes sich selbst bezeichnet oder von anderen tituliert wird (komisch, zu DDR-Zeiten bezeichnete sich niemand als "Marganer"...), aber dieses Gebäude erkenne ich problemlos. Immerhin besuchte ich zehn Jahre lang die POS "Franz Mehring" in Brieske und die hier abgebildete Bäckerei, ist nur wenige Schritte entfernt zu finden.
Ich erinnere mich an so manches Schlangestehen am Wochenende um die Familie mit frischen Brötchen zu versorgen. Natürlich nur in Ferienzeiten, denn unsereins musste auch noch Samstag die Schulbank drücken. Unter der Woche spitzten wir in den Hofpausen Schüler der unteren Klassen an, uns ein frisches und vor allem warmes Brot von "Nouschens" mitzubringen, welches wir dann untereinander aufteilten und genüßlich verspeisten. Selbst zum Bäcker zu gehen war damals irgendwie nicht drin. Das Schulgelände durfte nur für die Teilnahme an der Schulspeisung, die bekanntlich im "Klubhaus" verabreicht wurde, verlassen werden. Da wir damals noch Respekt vor dem Lehrkörper hatten, hielt man sich in der Mehrzahl der Fälle auch an diese Vorgabe. Deshalb mussten die "Kleinen" herhalten, die anders als die oberen Klassenstufen noch fleißig an der Schulspeisung teilnahmen. Da der Rückweg von der Schulspeisung anders als der Hinweg unbegleitet erfolgte, war ein unbeobachteter Abstecher in die Bäckerei möglich um die von uns bestellte Ware einzukaufen.

So weit zu meinen eigenen Erinnerungen an die Bäckerei am Markt. Deren Geschichte begann natürlich viele Jahre vor meiner Zeit in Brieske und war für mehr als 60 Jahre untrennbar mit dem Namen Nousch verbunden. Fritz Nousch übernahm wahrscheinlich 1926/27 den Posten am Backofen, nachdem der erste Bäckermeister Ewald Godo im Oktober 1926 mit nur 42 Jahren nach längerer Krankheit verstarb. Zwischen 1960 und 1990 leitete dann Manfred Nousch, der Sohn von Fritz, die Bäckerei.
Die rechts abgebildete Fotokarte enthält keinerlei Hinweise auf ein Entstehungsjahr. Da das Original jedoch aus dem erweiterten Kreis der Familie Godo stammt, gehe ich davon aus, daß die Aufnahme zu Zeiten der Godo-Betreiberschaft gemacht wurde.


Senftenberg
Aufnahme <= 1926
Sammlung Kathrin-Janette Bleisch
Gleiches gilt auch für die nachfolgenden Innenansichten der Backstube und des Verkaufsraumes. Diese stammen aus der Frühzeit des durch die Ilse Bergbau AG eingerichteten Betriebs.

Im April 2017 gingen nach gut 100 Jahren die Lichter in dieser Bäckerei wohl endgültig aus. Und damit teilt dieser Betrieb das Schicksal der Fleischerei, des Einkaufsmarktes, der Gaststätte und der Post. Das hatte sich der Architekt der Gartenstadt, Georg Heinsius von Mayenburg, damals wohl nicht träumen lassen, als er dieses Marktensemble mit Kirche, Schule, Post, Kolonialwarengeschäft, Bäcker, Fleischer und Werksgasthaus konzipierte und umsetzte. Von der ehemals angedachten Nutzung der Gebäude ist ein Jahrhundert nach deren Errichtung bis auf die Schule und die Kirche nichts mehr übrig geblieben. Brieske/Marga ist zu einer reinen Schlafstadt geworden. Selbst die Schüler der nach Mayenburg benannten Schule, stammen wohl in der Mehrzahl nicht aus Brieske.

Senftenberg
Mühlbachs Postkarte;
Verlag: Reinhard Rothe, Meissen.
Nr. 1012
R. 18421
Aufnahme <= 1928
Sammlung Matthias Gleisner
Senftenberg
Verlag: Wilhelm Brückner,
Buchdruckerei u. Papierhandlung,
Senftenberg, N.-L.
Aufnahme <= 1923
Sammlung Ingolf Schulze
Senftenberg

Neueres


175 174 173 172 171 170 169 168 167 166 165 164 163 162 161 160 159 158 157 156 155 154 153 152 151 150 149 148 147 146 145 144 143 142 141 
140 139 138 137 136 135 134 133 132 131 130 129 128 127 126 125 124 123 122 121 120 119 118 117 116 115 114 113 112 111 110 109 108 107 106 
105 104 103 102 101 100 099 098 097 096 095 094 093 092 091 090 089 088 087 086 085 084 083 082 081 080 079 078 077 076 075 074 073 072 071 
070 069 068 067 066 065 064 063 062 061 060 059 058 057 056 055 054 053 052 051 050 049 048 047 046 045 044 043 042 041 040 039 038 037 036 
035 034 033 032 031 030 029 028 027 026 025 024 023 022 021 020 019 018 017 016 015 014 013 012 011 010 009 008 007 006 005 004 003 002 001 

Älteres