Zu behaupten, bei www.gruss-aus-senftenberg.de ginge es nicht (auch) um Masse wäre angesichts
von (Stand: heute) 3171 archivierten Stücken eine glatte Lüge!
Natürlich gibt es einen nicht klein zu redenden quantitativen Part, der den qualitativen teilweise überschattet.
So etwas passiert, wenn ein solches Projekt von einem Sammler, wie mir, initiiert und betrieben wird.
Klar. Sammler ist nicht gleich Sammler. Manche gehen in die Spitze und verleiben sich nur die "Crème de la Crème"
ihres Sammelgebietes ein. Und dann gibt es Sammler wie mich, die in die Breite gehen und ausnahmslos alles aufsaugen,
was in ihr jeweiliges Areal passt. Getreu dem Spruch "Mehr ist mehr!". Die meisten werden ein solche Vorgehensweise
wahrscheinlich nicht nachvollziehen können. Ich hingegen halte es mittlerweile für die normalste Sache der Welt. Auch wenn
ich mir damit fortgesetzt Ärger mit der besten Ehefrau von allen einhandle.

Meine Besonderheit ist, daß ich vordergründig digital sammele. Geboren aus der Not, eben nicht
alles selbst zu besitzen. Ein Umstand, der sich perspektivisch und realistisch betrachtet auch nicht vollständig abändern
lässt. Selbst wenn ich mir die größte Mühe gebe.
Nichtsdestotrotz hat sich über die Jahre eine beträchtliche Sammlung entwickelt, die
allein in Form von Ansichtskarten, Fotos und diversem "Kleinkram" mittlerweile 10 Alben gut ausfüllt.
Und diese bilden sozusagen (m)ein "Pfund zum Wuchern". Wobei "wuchern" in diesem Zusammenhang eigentlich falsch ist, denn
von einer Verzinsung kann ja nun wirklich keine Rede sein. Immerhin erlaubte mir meine "Staubsauger"-Methode - analog wie digital -
, das Projekt über mittlerweile 15 Jahre lebendig zu halten. Und gerade in Phasen, in denen ich wenig Zeit oder eine
Durststrecke bezüglich neuen Materials habe bzw. einfach nur eine gewisse Frühjahrsmüdigkeit verspüre, kann ich mit Dingen,
die ein anderer vielleicht liegen lassen würde, ein wenig die Zeit strecken...
So wie heute. Denn aktuell werde ich von allen drei oben genannten "Plagen" heimgesucht, möchte aber auch nicht einfach
aussetzen. Deshalb stelle ich nachfolgend ausschließlich sattsam bekannte Ansichtskartenmotive vor, zu denen
ich auch nicht allzuviel (mehr) erzählen kann:
Verlag: Ilse-Wohlfahrtsgesellschaft m.b.H., Grube Ilse, N.-L. R. 18195 Aufnahme <= 1919 Sammlung Matthias Gleisner
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Verlag: Ilse-Wohlfahrtsgesellschaft m.b.H., Grube Ilse, N.-L. R. 18196 Aufnahme <= 1919 Sammlung Detlef Krumm
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Verlag: Ilse-Wohlfahrtsgesellschaft m.b.H., Grube Ilse, N.-L. R. 19198 Aufnahme <= 1919 Sammlung Detlef Krumm
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Gut, was haben wir hier? Drei Motive aus Grube Marga, die auch in zwei anderen Varianten bekannt sind. Es schält sich so langsam heraus, daß
die Ilse-Wohlfahrtsgesellschaft als Herausgeber drei Serien mit denselben Marga-Motiven auf den Markt warf. Unklar ist, ob dies gleichzeitig passierte
oder mit einem gewissen zeitlichen Abstand. Letzteres könnte in einer Materialknappheit (Inflationsjahre!) oder aber einem veränderten Geschmack des
Publikums begründet sein. Die Vorlieben sind natürlich unterschiedlich, doch mir persönlich gefallen die quietsch-bunt colorierten Fassungen am besten.
Die erinnern mich aus irgendeinem Grund an Ostereier. In diesem Sinne:
Frohe Ostern!
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