Neues 510 - 2022-04-03

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Matthias
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Neues 510 - 2022-04-03

Beitragvon Matthias » Sa 2. Apr 2022, 09:08

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Harald
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Re: Neues 510 - 2022-04-03

Beitragvon Harald » So 3. Apr 2022, 10:37

Tor zur Stadt_resize.jpg

Der SENFTENBERGER HAUPTBAHNHOF, nicht nur das BAHNHOFSGEBÄUDE, sondern auch das gesamte BAHNHOFSVIERTEL werden gleichermaßen von Anwohnern, Pendlern, regelmäßigen & gelegentlichen Besuchern als >TOR ZUR STADT< und somit als AUSHÄNGESCHILD wahrgenommen. Dabei ist natürlich „der erste Eindruck“ das entscheidende Kriterium für Wohlwollen oder Missfallen.
Bei der Ankunft in Senftenberg überwiegt in den Statements unweigerlich letzteres:
Das EMPFANGSGEBÄUDE bietet ein trauriges, wenig einladendes Bild: überall Schmutz, fehlende Toiletten, daher bisweilen unangenehme, strenge Gerüche, die von Passanten herrühren, die sich in den Tunneldurchgängen erleichtern – alles in allem ein ANBLICK DES SCHRECKENS, weil ein vermüllter SCHANDFLECK ohne Wartesaal o.a. Aufenthaltsraum und fehlenden Service - Einrichtungen wie Bahnhofskiosk, ~gaststätte, ~friseur oder gar ~mission.

DAS WAR ALLERDINGS NICHT IMMER SO !
Im Vergleich zur „trostlosen PANORAMA-ANSICHT“ vom derzeitigen Zustand vermitteln die aus dem Jahre 1964 als bleibende ERINNERUNG stammenden FOTOS unseres überaus geschätzten, leider zu früh verstorbenen Heimatforscherkollegen NORBERT JURK die sehr wohltuende, weil geschäftige Atmosphäre der BAHNHOFSHALLE von einst.
Dass ich seine BILDER, wie hier aus dem Bildband >Senftenberger Eisenbahngeschichte(n)<, veröffentlichen darf, geht auf eine kameradschaftliche Vereinbarung zurück, die wir beide vor längerer Zeit trafen, die so in der Senftenberger Heimatforschergilde bislang noch nicht alltäglich ist:
Er erlaubte mir, seine BILDER in meinen Kommentaren, und ich ihm, meine über 500 Kommentar-TEXTE in seinen Büchern, bei Bedarf ungefragt zu verwenden !

Waage_resize.jpg

Als ich als STUDENT 1962/66 fast wöchentlich zwischen SENFTENBERG und HALLE (Saale) pendelte, war der heimische BAHNHOF allgegenwärtig.
Aber schon als KIND ging ich zur Erntezeit mit meinen Großeltern von SFB nach CALAU zu ländlichen Verwandten „auf große Fahrt“.
Davon blieb mir bis heute die urtümliche BAHNHOFSWAAGE in Erinnerung, auf der ich jeweils vor FAHRTBEGINN mein KÖRPERGEWICHT dokumentieren ließ.
Viele BAHNREISENDE, die damals in Erwartung ihres Zuges die Zeit totschlagen mussten, werden sich noch an das PROZEDERE erinnern:
wer einen Groschen in der Tasche hatte, konnte sich vor den mannshohen Turm stellen & darauf warten, dass der APPARAT das ERGEBNIS auf einem kleinen Stück PAPPE ausspuckte, und dessen darauf eingestanzte ZAHL danach mit Wohlwollen oder Grauen beäugt wurde.
Die WAAGE stand in Senftenberg übrigens in der hinteren rechten Ecke der EMPFANGSHALLE – ist aber inzwischen, wie man sehen kann, von der Bildfläche verschwunden.

Bei meiner Recherche zu diesem KOMMENTAR stieß ich noch auf einen ARTIKEL aus der >Lausitzer Rundschau< vom 31.07.1965:

Lindl final_resize.jpg

…zu dem ich gottlob wiederum bei NORBERT JURK die dazugehörigen, von besagtem GEORG LINDL angefertigten FOTOS fand
und deren Begleittext sich wie folgt las :

„Anfang der 1960iger Jahre wurde aus dem alten LAGERSCHUPPEN der Bahnspedition eine BETRIEBSGASTSTÄTTE für die EISENBAHNER geschaffen.
Der Amtsvorstand GEORG LINDL hatte mit viel Elan dafür gesorgt, dass dieses Projekt verwirklicht wurde. Deshalb kannte man die KANTINE fast überall auch als >LINDL<.
Er hatte sich übrigens auch für die Einrichtung der einstigen „REICHSBAHN-KINDERKRIPPE“ in der Großenhainer Straße stark gemacht !
Am 01.01.1973 erfolgte die ‚Übernahme der Betriebsgaststätte neben dem Hauptbahnhof durch die Kantine des Bahnbetriebswerkes‘.
Im Laufe der Zeit wurden dann die KÜCHE & KANTINE zusammengelegt. Mit diesem VERSORGUNGSTRAKT betreute das BW alle Senftenberger Eisenbahner.
Ironie des Schicksals: Heute (Stand 2016) befindet sich in den Räumlichkeiten wieder eine LAGERHALLE.“


Abschließend von mir:
KEIN KOMMENTAR
zu all den BAHNHOFS-QUERELEN in puncto „Chefsache Bürgermeister & endlose Palaver der Stadtverordneten“ zur angedachten NACHNUTZUNG des Gebäudes als VERWALTUNGSSITZ des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, als SITZ der Bundespolizei, BEHÖRDENZENTRUM der Stadt~ & Kreisverwaltung, als BÜRGERBÜRO oder STADTBIBLIOTHEK
denn laut >Lausitzer Rundschau< „…hat sich das RATHAUS die Aufwertung des Bahnhofsviertels auf die Fahnen geschrieben, und die Stadtverordneten haben dafür bereits grünes Licht erteilt.“ und an anderer Stelle wird prognostiziert:
„Es wird in den kommenden Jahren größere Lösungen geben“, kündigt BÜRGERMEISTER FREDRICH an. Allerdings hält sich das Stadtoberhaupt noch sehr bedeckt, wie diese aussehen könnten…

NA, DANN – WARTEN WIR MAL AB ! Am besten im einstmaligen MITROPA-SB-RESTAURANT ! (>LR< vom 28.12.1966) :shock:

Mitropa SB_resize.jpg


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