Stichwortverzeichnis für die Paulitz Chronik

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Christian neu in SFB
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Stichwortverzeichnis für die Paulitz Chronik

Beitragvon Christian neu in SFB » Mo 21. Mär 2022, 16:02

Zum besseren Finden von Suchen in der Chronik von Paulitz habe ich nachfolgendes Stichwortverzeichnis angefertigt.
(die Chronik selbst ist bereits als pdf 220 MB groß, also zu groß für dieses Forum, deshalb, wer Interesse daran hat, im Internet unter sachsen.digital.de runterladen.


P.S. ich mußte für diesen Beitrag hier meine Tabelle im Originaldokument auflösen, deshalb die Seitenzahlen leicht verrutscht am Ende einer Zeile)

Stichwortverzeichnis
Chronik Senftenberg
von Paulitz 1892 – 1923 (1.037 Buchseiten)

Stichworte

Geografisch u. Geologische Lage um Senftenberg (Buch S. 3 - 7)
erste Bewohner der Gegend (Buch S. 7 - 11)
Religion der Germanen / Urnenfriedhöfe (Buch S. 11 - 16)
Einwanderung der Wenden Mitte 4. Jhd. /Völkerwanderung (16 - 18)
Religion der Wenden, Kultur Sitten, Lebensweise (18 - 24)
Kriege der Deutschen mit den Wenden (24 - 28)
Karl der Große, Beginn Christentum ab 8. Jhd.
Ehrensburg, Irmisul
Herzog Wittekind, Roland von Bleye
Gründung Ruhland, Sorbengrenze
Wittekind II., Friedrich von Wettin, Ludwig d. Fromme
Ludwig d. Deutsche, Landvoigt Cisciber (Cestibur)
thür. Herzog Dachulf, Radulf 874
Kaiser Ludwig das Kind wird den Wenden tributpflichtig
Gründung Spremberg 893
Kaiser Arnulf (Buch S. 29 - 32)
sächs. Herzog Heinrich I. wird deutscher Kaiser
Hunnen sind Bundesgenossen der Wenden
Niederlage der Hunnen 933
Schlachten Heinrich I. und Graf Gero gegen die Wenden
Wahlenberg, Pulsnitz, Blutmühle, Lauta, Tätschwitz, Koschenberg
Dittmar von Wettin
Verrat der Wendenfürstin Chitawa
Landschenkungen Heinrichs I. führen zur Bildung von Kasten der
Edelleute und Entstehung des Adels
Gründung von Städten, Entwicklung des Handwerks
Einführung des Christentums in der NL (32 - 38)
nach 300 Jahren Wendenzeit wir die Lausitz, das bisherige Sorabien
und eigentliche Wendenland deutsch
Otto I., Deutscher Kaiser gründet Ostmark (Marchia orientalis)
Gero wird 930 Obermarkgraf der Lausitz und erhält die Ostmark als
erbliches Fürstentum
Polenherzog Miseco, oder Miesco wird von Gero besiegt
Bau der Feste Jarina (Gehren bei Luckau)
Komorow (Senftenberg) erhält Befestigungen „Römerschanze“
„Römerkeller“ bei Costebrau
Burg Senftenberg als ehem. Sumpfburg ( 38 - 42)
Wälle der vorslawischen Bevölkerung
Wälle der slawischen Bevölkerung
Komoro = die Kammer, Gerichtsstätte
Burgen, Burgbezirke, Burgwardien
im 13. Jhd. Wird der Castellan immer mehr zum Burggrafen
Adel ( 42 - 46)
Ritterwürde unter Kaiser Friedrich II.
Adelsbriefe unter Karl IV.
Raubrittertum
Beschreibung der Bauart von Schlössern aus jener Zeit
Gründung der Burg Senftenberg nach deutscher Besitznahme
um 1000 n. Chr.
als Sperrpunkt des Elsterpasses
Zuderstraße, Salzstraße (46 - 53)
Markgrafen der Niederlausitz
Johann und Conrad von Senftenberg, 1292 erste Besitzer von SFB (53 - 56)
Waldemar kauft SFB und legt feste Mauern um die Stadt an
erste urkundliche Erwähnung Senftenbergs 1290,
Eigentümer Grafen von Ihleburg, von Strehle,
von Köckritz, und von Senftenberg
ab Anfang 14. Jhd. verschwinden die Herren „von Senftenberg“ von der Bildfläche ( 57 - 61)
Miteigentümer die Herren von Ihleburg, Senftenberg
Ähnlichkeiten der Wappenschilde =enge verwandtsch. Bindungen i.NL
Raubritter Heinrich von Waldau, Gustav von Maltitz
Hans von Polenz
Grafen von Ihleburg wurden Burggrafen von Wettin
Wettin- Meißnischer Löwe kommt mit ins Wappen d.v. Ihleburg
Herren von Ihleburg, von Senftenberg, von Köckeritz, von Penzig und
von Gorenz waren mehr als 100 Jahre gemeins. Eigentümer von SFB,
was auf eine große Zersplitterung schließen läßt.
Von Strehle, von Alsleben, von Sydow
Teilverkäufe von SFB 1316 an die Markgrafen Johann u. Waldemar v.Brandenburg 61 - 63
Die Ritter von Köckritz auf Senftenberg 63 - 67
Markgraf Waldemar von Brandenburg im Besitze von Senftenberg
Senftenberg unter den Wittelsbachern
Grenzen der Niederlausitz 1336, Städte und Burgen zu dieser Zeit
Johann von Böhmen, Heinrich von Jauer
Ludwig d. Ä. Brandenburg erhält Lausitz von Kaiser Karl IV. alsLehen
Markgraf Ludwig und seine Untertanen werden vom Papst gebannt
Inhalt des Bannbriefes
Kaiser Karl IV. erwirkt Aufhebung des Bannes bei Papst Clemens VI. (72-77)
Senftenberg unter den Luxemburgern um 1371
neue Rechtssprechnungen unter Carl IV.
Heinrich von Köckritz auf Senftenberg, mit seinem kinderlosen Sohn
Hans von Köckritz erlischt die Senftenberger männl. Linie vor 1423,
danach Weiberlehn 78 - 82
Lausitz u. SFB unter Wenzel von Böhmen u. Markgraf Jobst v. Mähren
1401 vollständige Abtretung der Lausitz an Jobst von Mähren
Otto von Kittlitz Landvoigt der OL 82 - 95
Raubrittertum in der Lausitz, nach 1378,
z.B. von Peschen, von Meck, Mollendorf, Hanns v. Cottbus, von Gradis
von Köckritz, von Benken, von Taubenheim, von Maltitz,
von Gersdorf überfallen Bischof von Meißen
die Kragensche Fehde (Kragen war ein gemeiner Raubritter) 95 - 98
ausführliches über die Besitzer von SFB, die Familien von Penzig, von Schaffgotsch, von Gorenz (Gorinzker)
Hans von Polenz ein Besitzer von Senftenberg ( Dreiteilung: 101-103
von Polenz, von Gorinzker (Raubritter), von Penzig (Raubritter)
Anfang 15. Jhd.
Von Polenz ab 1407 Marschall d. Markgrafen Friedr. d. Streitbare
Bund der Ober- und Niederlausitzer gegen die Raubritter der NL
unter König Wenzel
Hans von Polenz wird alleiniger Eigentümer von Senftenberg 106-114
und Landvoigt beider Lausitzen (Mitvoigt der OL)
die Magdeburger Fehde, von Polenz verpfändet Senftenberg an Brdbg.
Erzbischof v. Magdeburg überfällt Ländereien d. Bischofs von Meißen
Hans von Polenz begünstigt Raubzüge des Raubadels in der OL, weil sie in dort nicht als ihren Landvoigt anerkennen wollen (um 1418)
Markgraf der Lausitzen bleibt d. ehem, Kaiser und noch König von Böhmen Wenzel, Nachfolger sein Bruder Sigismund. König Sigismund
hat um 1422 riesige Geldschulden bei Hans von Polenz und verpfändet
diesem dafür sein Fürstentum zu Lausitz für ihn u. seine Nachkommen
Urkunde Kaiser Sigismunds von 1422. Polenz verkauft und verpfändet
aber eigenes Eigentum um dem Kaiser weiter Geld zu leihen. 114 - 120
Die Hussitenkriege 120 - 125
Senftenberg wird von den Hussiten verwüstet (1426 Schlacht b.Aussig) BURG Senftenberg wird erneut von den Hussiten zerstört u.geschliffen 126 - 129
die Stadt scheinen sie nicht erobert zu haben. Polenz schließt 1432
Friedenvertrag mit den Hussiten (kostete die Lausitz viel Geld!) 129 - 137
Ende Hussitenkriege, Hans von Polenz stirbt 1437
Nickel von Polenz begibt sich in den Schutz Brandenburgs 142 - 149
Kurfürst Friedrich von Sachsen kauft 1442 die Herrschaft Senftenberg
Markgraf Friedrich v. Bdbg. und Herzog Friedrich v. Sachsen streiten
um die Lausitz. 1450 überließ Kur-Sachsen die Landvoigtei Lausitz an
Kur-Brandenburg.
Der Markgraf von Brandenburg verzichtet aber auf die Herrschaften
Senftenberg (weil: „gehört nicht zur Lausitz“sagt Sachsen) und Hoyerswerda, sie bleiben bei Kur-Sachsen. (Zerbster Schied 1450) 150 -157
Senftenberg unter Kurfürst Friedrich dem Samftmüthigen von Sachsen
er wird Herr von Senftenberg u. d. Herrschaft eine kursächs. Domaine.
Hier werden einzeln viele Eigentümer von Ländereien, Grundstücken
und Dörfern namentl. erwähnt.
1455 verkauft Kurf. Friedr. Schloss u. Stadt Senftenberg an Ritter Nickel von Polenz auf Wiederkauf.
1459 Vertrag von Eger, Böhmen übergibt den Wettinern 60 Orte
Senftenberg unter der Regierung Ernst und Albrechts ab 1465
1474 werden „97 angesessene Bürger für Senftenberg“ verzeichnet, von denen 18 im Besitz von Weinbergen sind. 161-167
Senftenberg im Krieg gegen Podibrad von Böhmen 1467.
1487 war Sigismund von Maltitz Amtshauptmann von Senftenberg
Senftenberg unter Georg d. Bärtigen an Ritter v. Minkwitz verkauft
Oscar von Schönburg ist sein Amtshauptmann
1503 wieder große Wegelagerei,
Amtshauptmann Christoph v. Schleinitz
1510 König Wladislaus belehnt Herzöge Georg und Heinrich mit SFB
Familie von Peschen ansässig auf Senftenberg
1532 Eigentümer von Senftenberg wir der sächs. Minister Georg von Carlowitz auf Lebenszeit (er läßt Wasserleitung in SFB bauen)
lutherische Refomationsbewegungen werden nicht geduldet 174-182
Geschichte der Herrschaft Senftenberg unter Heinrich dem Frommen, Bruder d. verst. Georg und Anhänger d. Reformation, verstirbt i.2.Jahr
Glaubenskriege in der Lausitz
Kurfürst Johann Friedr. v. Sachsen bei Mühlberg gefangen genommen
Herzog Alba von Spanien in der Lausitz
Kurfürst Moritz von Sachsen (Sohn Heinr.d.Frommen)
1539 wird Senftenberg evangelisch
1548 Reichstag zu Augsburg einberufen von Karl V.
Moritz wechselt die Seiten und wird zum Beschützer d. Protestanten
er siegt und erreicht im Passauer Vertrag von 1552 Religionsfreiheit
Festung Senftenberg wird weiter befestigt
1553 schmalkaldischer Krieg
Senftenberg zur Zeit der Kurfürsten August, Christina I., d. II, und
Johann Georg I. von Sachsen bis zum Jahre 1606
neue Gesetze, Polizeiordnung, Schulordnung, Münzwesen usw. werden
erlassen. Ebenso Verkehr, Handel, Gewerbe
1563 werden im Amte Senftenberg die Frondienste abgelöst.
Der Rat von Senftenberg kauft Vorwerke. Etl. weitere Käufe/Verkäufe
werden genannt.
1580 wird Schloss Senftenberg um ein Stockwerk erhöht und
mit Türmen versehen. 1596 wird das Schloss wiederum verbessert.
Senftenberg im 30 jährigen Krieg
1629 große Überschwemmungen in der Lausitz, Hunger
Georg der I. (protest.) wird zum Feind des Kaisers Ferdinand II. Und verbündet sich nach langem Zögern mit Gustav Adolf v. Schweden
Von Schleinitz ist 1631 Amtshauptmann von Senftenberg
1631 Wallenstein schickt 10.000 Soldaten in die Lausitzen
1630 – 1635
1630, 1631, 1632 Pestin SFB, eingeschleppt durch die Schweden
486 Menschen starben (Bestattung auf extra Pestfriedhöfen)
1632 Schlacht bei Lützen
kroat. Söldner zerstören 1633 auf dem Koschenberg den Warthturm (erb.1580, den Dillich noch zeigt), Sorno wird abgebrannt
1634 Schweden werden bei Nördlingen geschlagen
1635 Friedensvertrag von Prag zw. Österr. u. Sachsen, Der sächs.
Kurfürst erhält als Entschädigung für d. Kriegskosten vom Kaiser
als Eigentum die Ober- und die Niederlausitz
aber kein Frieden. Marodierende schwed. und kaiserliche (!) Truppen morden u. Plündern in Sachsen
Schweden verbündet sich mit Frankreich und Sachsen mit Österreich
1637 kaiserliche Truppen (!) brennen Jüttendorf und Tamm
fürchterliche Greuelszenen werden beschrieben
1641 durch Unachtsamkeit einer Köchin brennt d. Stadt Senftenberg ab
Festungskommandant von Güntheroth läßt aus strateg. Gründen Torturm und Teile der Stadtmauer abreißen. Ständige schwed. Überfälle
Reppist und Sedlitz brennen. 1644 Brände in Senftenberg u. Buchwalde
1645 Friedensvertrag von Kötschenbroda zw. Sachsen u. Schweden
jeder 2. Einwohner von Sachsen starb während d. 30-jähr.Krieges
nach dem westphäl. Frieden 1648
es folgen detaillierte Listen von Kriegsschäden und- kosten
Das Heerrwesen im Mittelalter
zwischen 1631 u. 1632 sind in Sachsen durch das Schwert, Hunger und Pest allein 934.000 Menschen vernichtet worden.
5.9.1670 große Brandkatastrophe in Senftenberg
Regierungszeit August d. Starken
der nordische Krieg 1700 – 1721, Häufige Einquartierungen v. Soldaten
Senftenberg zur Zeit der schlesischen Kriege, Sachsen mit Preussen, Sachsen gegen Preussen. 1745 wird d. Sächs. Heer bei Kesselsdorf
geschlagen. 25.12.1745 Friede von Dresden.
1757 – 1763, der siebenjährige Krieg. Kosten werden aufgelistet.
Amt Senftenberg unter Friedr. August III. Und dt.-franz. Krieg
1805 Einquartierung von Preussen in Senftenberg
1806 Napoleon lößt das Deutsche Reich auf. Gründung Rheinbund.
Nach d. Schlacht bei Jena u. Auerstädt tritt d. Sächs. Kurfürst dem
Rheinbund bei und wir Feind der Preussen. Franz. und Bayrische Truppen ziehen durch die Lausitz Richtung Polen.
Napoleon treibt 1806 ungeheure Kontributionen in Sachsen ein.
König Friedrich August (von Napoleons Gnaden)wird immermehr
in Napoleons deutschfeindliche Politk verwickelt.
1812 starke Rekrutierungen im ganzen Land. Kosten explodieren.
1812 zieht Napoleon in die verlassene Stadt Moskau ein, Seine plündernden Soldaten stecken die Stadt in Brand. Kein Winterquartier!
SEHR viele starben „nicht für König und Vaterland, sondern für die
besonderen Interessen eines fremden Gewaltherrschers“
ab März 1813 sind schon die ersten Russen in Sachsen in Verfolgung
der Fliehenden. König Friedrich August erneuert trotzdem Bündnis mit
Napoleon. Detaillierte Schilderungen der nächsten Monate.
An die 100.000 Soldaten aller Armeen ziehen durch Sachsen u. SFB.
1813 6 Wo.Waffenstillstand. Weitere Truppenbewegungen.
26. August Blücher gewinnt bei Katzbach.
18.10.1813 Große Völkerschlacht bei Leipzig. Danach erst tritt fast das gesamte sächs. Heer zu den Siegern über. König Friedrich August von
Sachsen wird Gefangener Kaiser Alexanders von Russland. Sehr
schlimme Übergriffe der russischen Truppen gegen die Bevölkerung.
1814 / 1815 Hohe Kriegskontributionen, Sachsen muß die Hälfte
seiner Fläche an Preussen abtreten. Napoleon flieht von Elba.
Schlacht bei Belle- Alliance. Napoleon geschlagen… Sankt Helena.
Senftenberg unter preussischer Landeshoheit.
Das Lausitzer Land gehörte bis dahin 180 Jahre und die Stadt Senftenberg 367 Jahre zum sächsischen Fürstenhaus.
3.8.1815 Huldigungsfeierlichkeiten auf dem Senftenberger Marktplatz.
1840 Friedrich Wilhelm IV. Übernimmt das Königsamt.
Bürgerliche „Revolution“ von 1848, Bürgerwehr in SFB (bis 200 Ps.)
Märzversammlung in Berlin, Volksversammlung in Senftenberg,
5.12.1848 löst der König die Nationalversammlung in Berlin wieder
auf.
28.3.1849 in Frankfurt wählt die erste dt. Nationalversammlung
Friedr. Wilh. IV. von Preussen zum dt. Kaiser. König lehnt ab.
1848 – 1851 Krieg gegen Dänemark. Kurhessischer Verfassungsstreit.
Friedrich Wilhelm IV. stirbt , Wilhelm I. wird preuss. König.
Kriege von 1864, 1866 und 1870/71.
Arbeiterkranken und -unfallversicherung kommt.
Ab Seite 312 kommt wieder einiges zur speziellen Geschichte SFB
insb. während der Zeit der drei europ. Kriege, 2. Hälfte 19. Jhd.
Es werden namentl. die soldatischen Opfer der Kriege genannt.

Teil 2 des Buches Geschichte der Kirchen und Schulen

Kirchengeschichte, Einführung des Christentums unter den Wenden. Kirchliche Einrichtungen und katholische Zustände
1439 Lehre vom Fegefeuer auf florentinischem Conzil, Verehrung
von Reliquien, Feier der christlichen Feste (Aufzählung, wann und wie)
Mißbrauch mit dem Ablaß, „Tetzel war ein starker Mann und nicht
ungelehrt, aber mit liederlichem Lebenswandel“, „ob der Papst ein
solches Verfahren befohlen habe oder billige, das kam weiter nicht in
Betracht“.
Die Geistlichkeit im katholischen Zeitalter, Verpflichtungen als geistlicher Gerichtsherr, das Kirchenwesen in Senftenberg stand unter
der Aufsicht des Erzpriesters zu Senftenbg. bis zur Reformation.
Messpriester, Altaristen, Archidiakone, Kleider der römisch kathol.
Priester. Bischof Johann VI. von Meissen, 1494, „Bierstreit“- Gast-
wirte gegen Pfarrer.
Aufzählung katholischer Geistlicher in Senftenberg von 1350 -1539,
Aufzählung Kaplane und Altaristen u. Einkünfte derselben,
geistliche Stiftungen und Brüderschaften, kirchliche Lehn,
Lehn derer von Polenz, von Köckritz usw.
Kreuzkapelle, von der die Kreuzstr. u. das Kreuztor ihren Namen haben
viele weitere Lehn….
Reformationszeitalter. 1517 Luthers Thesen zu Wittenberg,
Constanzer Konzil, 1521 Reichstag zu Worms, Nürnberg 1523,
Liste von Bischöfen und ihr Wirken,
1533 verschärft Herzog Georg seine Maßregeln gegen die luth.Lehre.
Einführung der Reformation im Bistum Meissen und in SFB 1539.
Caspar Hübsch war erster Pfarrer in Senftenberg.
Es folgen Listen vieler Kirchenkleinodien.
Verordnung von Kirchnern und Schuldienern.
Bischoff Johann VIII. von Meissen rafft Kircheneigentum zusammen
und flieht nach Stolpen. Um 1540
Zustände der evangelischen Kirche nach der Reformation, Bestellung
von Superattendenten, Kirche SFB unterstand Kirche Meissen,
Aufstellung einer neuen Kirchenordnung, in der wendischen Kirchen darf auf wendisch geprädigt werden. Auch nach der Reformation
werden von Pfarrern teilw. noch Meßgewänder getragen. Aufzählung
und Einkommen von Geistlichen. Ausgaben um 1570.
crypto- calvinistischer Streit, 1577 Kurf. Aug. erläßt Concordienformel,
1617 findet das 100-jähr. Reformationsfest statt, Liste Gehälter,
evang. Geistliche in SFB, Oberpfarrer, Namenslisten,
Kirchengebäude. Erläuterungen zu versch. Baustilen, Ausstattung und
Inventar d. Kirchen zu versch. Zeiten, Bilder, Orgeln,
die deutsche oder Stadtkirche zu St. Petri und Pauli, Erbauung wahrsch.
durch Fam. von Köckritz beauftragt, Veränderungen im Laufe der Zeit.
Denkschriften im Turm. Namentlich werden viele Honorationen erw.
5.9. 1670 brennt Senftenberg und der Turm der Kirche. Infolge Geld-
mangels wird ein neuer erst 20 Jahre später wieder erreichtet. Aber
auch dieser brennt bereits vor der Vollendung wieder ab. Neue Glocke
wird beschrieben. Nach Vollendung Einbau und Einlaß d. Gedächtnis-
schrift, diese wird komplett wiedergegeben.
Beschreibung etlicher Altäre, 1618 neue Kanzel, Taufstein von 1580,
1504 wird erstmals ein Orgel erwähnt.
1694 Erbauung des Kommandantenchores.
1891 Renovierung der deutschen Kirche. Kirche bekommt einen
Pyramidenturm. Beschreibung d. Neuen Orgel im Detail.
Viele private Spender werden namentlich genannt.
Alte Gedächtnisschrift wird komplett wiedergegeben, (hier Auszug)
„vermtl.Mitte 15. Jhd. erbaut“
Auflistung vieler Pfarrer und Gemeindevertreter, Turm erhält neue Uhr
die Wendische Kirche.Kirche
Senftenberg hatte vor der Einführung der Reformation außer der
Kapelle zum heiligen Kreuz auf dem Gottesacker nur ein Gotteshaus.
Nach d. Reformation bekommen Wenden eine hölzerne Kirche dem
„Hagk“ gegenüber, diese brennt auch 1670 ab. Zum Bauplatz haben
drei Ratsherren Grundstücke gegeben. Einweihung Neubau 1682.
1749 wieder Neubau der Wendischen Kirche (war beim Brand 1717
stark beschädigt worden). Liste der Baukosten.
1843 wendische Kirche wird bei Gewittersturm stark beschädigt.
Begräbniskirche, Friedhof, Interiemslösung d. Kath. Kirchengemeinde
Kapelle zum heil. Kreuz 1446 von Nickel von Polenz gespendet.
1684 wird eingeäscherte Begräbniskapelle wieder aufgebaut.
200 Jahre später sehr baufällig. Abbruch 1875. Interiemslösung.
Infolge des gesteigerten Fabrikbetriebes und des Eisenbahnverkehrs
nimmt die kath. Bevölkerung stark zu.
Neuordnung der Pfarrgemeinde weg von Spremberg-
neuer Kreis mit Calau.
Laurentiuskapelle auf dem Koschenberge (Gründung durch die Fam.
von Köckritz um 1400). 1581 heißt es „auf dem Koschenberge hat
eine Kapelle gestanden“.
Kapitel : sonstige Nachrichten die Geistlichkeit betreffend“
Amtstracht 1555, bis Ende d. 17. Jhd. war kathol. Amtstracht noch in
Gebrauch.
Kabinettsorder zur Amtstracht von 1817,
Dienstbezüge der Kirchen- und Schulbeamten (Begriff „Heringsgeld“)
Dienstgeld: es werden Frondienste von Bauern beschrieben,
Fastenxamen, Bezahlung von Opfergeld für Kirchendienste (z.B.
Abendmahl), Naturalleistungen und Abgaben.
Auspfarrung mehrerer Dörfer,
1822 stellt Sedlitz Antrag auf eigene Kirche.
Die altlutheriche Kirche zu Senftenberg, Kirchweihe der neuen
Gemeinde Senftenberg am 14.10.1894, Weststr. 7,
Antrag auf eigenes Gotteshaus auf dem Grundstück einer abgebrannten
Scheune. Einweihung des stattlichen Kirchleins 2.10.1900.
Gemeinde Senftenberg kauft alte Orgel aus Sorno und baut diese ein.
Altluth. Gemeinden bestreiten Unterhalt der Geistlichen aus eigenen
Mitteln, ohne Unterstützung des Staates. Friedhof am Briesker Weg
und Friedhofskapelle,

Kirchenvistitationen nach der Reformation und kirchliche Jubiläen.
Liste von Pfarrern, Schulvistitation 1672,
Kirchliche Jubelfeste, Lutherfeier 1883, Hinweise zum Leben Luthers,
Katharina von Bora,
Kranken- und Armenwesen
Pest in Senftenberg : besonders 1567, 1571, 1630, 1631, 1632
Hospitale in der Lausitz seit dem 15. Jhd., in Pestilenzwohnungen aber
außerhalb der Stadt wurden Infizierte sich selbst überlassen.
Bis Anfang 16. Jhd. in SFB kein öffentliches Hostpital,
Adlige geben Geld für Spital das unter Aufsicht der Kirche steht,
Hospitaleinkommen von 1555, Einnahmen des Armenkastens,
Haushaltungen und Ausstattungen,
1893 wird neues massives Krankenhaus erbaut,
Hinweise über Badestuben und Gewohnheiten über die Jahrhunderte,
Aufgaben und besonders die Pflichten eines Baders,
Chirurgie Anfang des 17. Jhd., erste urkundliche Erwähnung einer
senftenberger Apotheke erst im Jahre 1680,
1768 Kaufvertrag Grundstück / Apotheke am Markt, alle Besitzer,
Sanitätswesen und Amtsphysikus,
ein Apotheker Leißnigk beging Selbstmord 1822 in der Wolschinka,

Krieger Ehrungsstätte in der Grube Marga,
Die Margakirche, die Glocken der Senftenberger Hauptkirche, 1917
Juni 1914: Gemeinde Brieke wird aus Gemeinde Senftenberg ausgepfarrt.
Bau neuer Marga- Kirche, welche Firma welche Arbeiten ausgeführet
hat. Ausführliche Beschreibungen…. Gesamtkosten 143.000 Mark.
Einweihung Dezember 1914
Oberste Heeresleitung verfügt 1916 die Zerstückelung der bronzenen Glocken zur Materialgewinnung. Als Ersatz :Gußstahlglocken in Marga
Glocken der Senftenberger Hauptkirche blieben von der Zerstörung
durch Einschmelzen bewahrt. Geschichte der Glocken erzählt,

das städtische Schulwesen in katholischer Zeit.
Schreibschulen, deutsche Schulen, Mädchenschulen,
Klipp- und Winkelschulen, Bericht über mehrere Jahrhunderte.
Wanderschaft der Scholaren,
Die Lokaten, Rektor, Schulmeister, Ludimoderatoren, Kantore, Küster,
städtische Lateinschule nach der Reformation, Gründung von
Volksschulen. Malanchthon wird erster Lehrer Sachsens genannt.
Der Schulmeister als Stadtschreiber (oder Notar?!). Er hatte u.a. auch
eine Aufgabe: den ungelehrten Rahtsmännern Schriftstücke aus dem
Latein zu übersetzen und zu erläutern.
„die Schulbehörde verlangte von ihm keine Berichte u. lange Listen“
Entwicklung der heimischen Volksschulen ab 1575,
Übergang von nur lateinischem Unterricht zu deutschem Unterricht.
In SFB scheint keine deutsche Schule vorhanden gewesen zu sein.
Rechenunterricht tritt erst zum Ende des 16. Jhd. auf. Bibel ist wichtig.
1672 allgemeine große Schulvistitation, schlechter Schulbesuch wird
getadelt. 1724 „teutsche Schulen im kursächsischen Lande“.
Lehrern selbst fehlte es oftmals selbst an Vorbildung.
Auch in SFB noch Anfang des 19. Jhd. Knabenunterricht in Stadtschule
in Lateinischer Sprache.
Schulen des Amtes Senftenberg unter preuss. Unterrichtsverwaltung.
Volksschulunterricht erhält einheitliche Vorgaben 1872.
Volksschule 1, 2 und 3. Die katholische Volksschule.
Das Mädchenwesen- Volksschule 4
In Sachsen gabs dereinst 23 Nonnenklöster mit Unterricht für Mädchenschulendes höheren Standes.
Frauen aus dem Bürgerstande werden Mädchenschullehrerinnen.
Mädchenschule in Senftenberg eher Ende des 16. Anfang des 17.Jhd.
Beim Brand 1717 werden auch Schulgebäude zerstört. 1756 wird neue
Mädchenschule erbaut. Namenslisten von Lehrern.
Ab 1872 Unterricht in weiblicher Handarbeit.
Einkommen der städtischen Lehrer in Senftenberg,
Singumgänge,
die Schulgebäude in Senftenberg über die Jahrhunderte hinweg erzählt.
Die Kantoren in Senftenberg und Organisten
die Höheren Schulen ab 1900. Geschichte davor.
Erstrebte Ziel von Mädchenschulen war, „dass das Weib nicht um seiner selbst, sondern um des Mannes wegen erzogen werden soll... (das waren noch große Zeiten !)
Neuordnung des Höheren Mädchenschulwesens ab 1908.
Das Fachschulwesen , Bergschule f.d. Eislebener Bergschulverein
Bergbaukunde, Hilfeleistungen bei Unfällen, Mathematik,
Maschinenkunde, deutsch. Gewerbliche Fortbildungsschule in SFB,
ländliches Schulwesen in der Niederlausitz vor u. nach d. Reformation
Entwicklung der Buchdruckerkunst, die Küster sollen Schulen halten.
Ab 1557 wurde erlaubt, dass der Küster auch ein Handwerker sein darf.
Die Lehrtätigkeit der Küster galt nur als Nebenerwerb.
Kretscham = Schankwirtschaft,
Die Küster als Amtsschreiber, die Amtsschreiberei. Die
Leistungsfähigkeit der Schule wurde oft durch den mangelnden
Schulbesuch beeinträchtigt. Begriff „Schulpflicht“ war unbekannt.
Unterrichtsmethoden, Unterrichtsfächer,
kurfürstliche Schulordnung, hpts. Lesen, Schreiben, Religion, Gesang.
Katechismusunterricht. Aufgaben der Küster für den Unterricht.
Einflüsse des dreizigjährigen Krieges auf den Schulunterricht-
Unterbrechung des Schulunterrichts. Schulvisitation 1672 „die Schüler sind fleißiger als bisher zur Schule zu schicken“, 1673 neue kurs.
Schulordnund, - gedrängt dazu wurde erstaunlicherweise besonders
durch die Stände, die Ritterschaft und die Städte.
Gute Schulbildung- und teilnahme wurde z.B. auch als Voraussetzung für die Teilnahme am Abendmahl gesehen.
Einkommen der Dorfküster, Akzidenzien (Nebeneinkünfte)
Einkommen der Lehrer in den Nebendörfern der Parochien. Gründung
evangelischer Schulen dort, vor 1750 hatte z.B. Großkoschen Lehrer
aus Lauta, ab 1705 eigene Lehrer, Brieske usw. ähnlich. Hauptmangel
war es aber geeignete Schuräume zu finden. Begriff der Winterschule.
Besoldung dieser Lehrer waren hpts. Naturalien, aber auch Schulgeld.
Schlachtanteil, Holzgeld, Landnutzung, Obstbaum- und Bienenzucht.
Oft war es aber schwer, die Lehrerstellen mit biederen Handwerkern
zu besetzen. In den Gutsdörfern war oft ein Kammerdiener
Schulmeister. Schulamtsbewerber wurden vorher selbst geprüft.
Erläuterung zum sog. „Leihkauf“ des Lehrers d. seine Stelle verlängern
will. Weitere Entwicklungen der Dorfschulen.
Zeit der „Franzosennot“ bis 1809.
Schulen des Amtes Senftenberg unter preussischer Verwaltung
ab 1819 Anordnung das es eine Sommer- und eine Winterschule zu
geben hat = Ganzjahresschule. Dafür wurde der „Reihetisch“
abgeschafft, d.h. die Lehrer erhielten ein karges, aber festes Gehalt.
Besoldungsverhältnisse waren dennoch „jammervoll“.
Schulhäuser der Nebendörfer hatten meist nur ein Schulzimmer.

Ab den 1860 – ger Jahren Anfänge des Abbaus der riesigen Lager-
stätten von Braunkohle und Ton. Wegen mangelnder Transportwege
und Fahrzeuge noch lokal beschränkt. Ab ca. 1875 wurde die Rohbraunkohle gedörrt (getrocknet) und zu Briketts gepresst.
Der Reichtum an Kohle führte dann zum Bau großer Eisenbahnlinien
in der Lausitz. Es entstanden Kohlewerke, Ziegeleien und Glashütten.
Großer Zuzug von Arbeitskräften in die Niederlausitz.
Annahütte Särchen (von wendisch „zari“ abgebranntes Waldstück)
1854 Eröffnung einer Kohlegrube, die spätere größere Gesamtanlage
hatten den Namen „Emilienhütte“. 1865 kam noch dazu: Ziegelei und
Glashütte. Eigentümer: Zapp u. Comp. des Majors von Görne, seine
Ehefrau gab ihr ihren Vornamen, demnach „Annahütte“. 1884
kauft die Firma Kommerzienrat Heye.

Heye läst ein mustergültiges neues Schulgbäude in der Kolonie
errichten. 1905 wird auch noch eine eigene Kirche errichtet.
Dieses Schulgebäude hatte 13 Räume, Aula, Küche, Turnhalle usw.


Bückgen (von „Buchenwald“ – Grube Ilse, Gründer Dr. Kunheim
Namen von Lehrern der Dorfschule genannt.
Ilse – Lyceum (Mädchenschule) Zahl von 40 Schülerinnen pro Klasse.
1921 Lyceum wird in eine Realschule umgewandelt. Für die höheren
Schulen wird ein Automobilverkehr für die Kinder eingerichtet.
Schulwesen in Großräschen, Kleinräschen, Lautawerk, Meuro, Rauno,
Sauo, Naundorf, Peppist. Viele Namen von Lehrern werden genannt.
Grube Marga, Friedrichsthal (Glashütte), Sedlitz, Costebrau, Sorno,
Zschipkau, Zschornegosda, Klettwitz,
Schule in Hörlitz – extra Thema mit Nennung vieler Lehrer usw.

Senftenberg, Name und Lage der Stadt. Alte Herleitung des Namens.
Gehörte bald zur Oberlausitz, bald zur Niederlausitz, bald zu Meißen.
Bewohnt und nach der Burg benannt, mindestens seit 1000 n.Chr.
Von West nach Ost führte uralte Handelsstraße, die „Lüneburger
Salzstraße“ durch den Ort, bzw. der Ort entstand an dieser.
Im Westen der Stadt das Kreuztor, oder Peitzer Tor mit festem Turm.
Das Schloßtor wurde im 30-j. Krieg 1642 auf Befehl des sächs. Kurf.
Joh. Georg I. abgebrochen, weil es dem Festungshause zu nahe war.
Abbruch des Kreuztores 1848. Beschreibung der Stadtmauer,
Beschreibung mittelalterlicher Wohngewohnheiten, Erklärung der Ursache von Stadtbränden in der Bebauung der Stadt.
Allg. Erklärungen zur mittelalterl. Stadt: Handelhäuser, Marktort,
Rathhaus, Alarmplätze, Stadteinteilungen.
Bis Ende 15. Jhd. nichts genaueres über Anzahl Bewohner o. Häuser
von SFB bekannt.
Mitte des 16. Jhd. wohl an die 900 EW.
1680 rund 1150 EW (geschätzte Zahlen bei EW/Haus)
1806 waren es 979 EW, 1867 1638 EW, 1895 4973 EW.
Erklärung der Bebauung mit Häusern der einz. Stadtvietel Senftenbergs
Stadtobrigkeit, bis Anfang d. 18 Jhd. z.B. 3 Bürgermeister etc.
Ratskollegium, Ratsverordnung, Ratskür = Ratswahl,
„von den gesamten Mitgliedern der Rats war aber der Stadtschreiber
nur der einzige Rechtsgelehte und wirkliche Geschäftsmann „ (!)
Amtstätigkeiten des Rates,
der Stadtschreiber, war auch Gerichtsschreiber, hatte jur. Ausbildung
und war auch Syndikus. Er war nicht Mitglied des Rates, er war
Rechtsanwalt desselben und der Gemeinde.
Die Viertelsmeister der Stadt Senftenberger






Senftenberger Stadtsiegel= ein redendes Siegel, d.h. das Wappen war
dem Namen angepaßt…. Eine Mulde aus der ein Berg ersteht…
Senfstauden. Bekannt von Urkunde von 1423 (zu böhm. Lehnshoheit)
1563 aber unter sächs. Herrschaft (seit 1448) … großes Siegel: Löwe hinter einem Gatter… Fähnlein mit zwei Schwertern…..
in goldenem Felde eine nach links wehende Fahne mit den Farben des
kursächsischen Erzmarschallamtes. Fahne ist zweigeteilt, obere Hälfte schwarz untere weiß (silber). Über beide Hälften gehen mit den Griffen
nach unten die roten Kurschwerter.
Stadtknecht, Stadtsoldat oder Büttel, (später Polizeidiener genannt)

Gerichtsbarkeit , Vogtgerichte (Vogtdinge)
7. Jhd. Wenden gründen i.d. Nähe von SFB „Komorow“=Kammer- o.
Gerichtssitz. Im 9- u. 10. Jhd. eroberte die Deutschen diese besetzte
Land wieder zurück, wie es zum Bau von Burgen kam
von Ileburg i. J. 1290 (..wir hatten die Gerichtsbarkeit schon lang her)
Hans von Polenz vom Kaiser Sigismund 1421 mit Senftenberg belehnt
1423 wird in SFB das erstemal ein Rat erwähnt
Stadtrichter, sie hatten ein ansehnliches Einkommen
1459 geht die Herrschaft Senftenberg durch Georg Podibrad als pflichtloses böhmisches Lehen erblich an die Herzöge von Sachsen über.
Niedere Gerichtsbarkeit fällt an Senftenberg, Auszüge aus dem
Strafregister, vom Verhalten der Bürger, Feuerpolizei usw.
die Statuten der Stadt Senftenberg (Auszug)
das Stadtgericht, gerichtliche Verhandlungen,
das Obergericht (Dingstuhl), die komplette „Amptsordnung“
„peinliche Halsgerichtsordnung“ bei denen es um Leib und Leben
geht. Tortur und Folter waren Hauptbeweismittel. (!)
„Freisprechende Urteile kamen bei solcher Beweisführung nicht vor“
Artikel: das Gerichtswesen in alter Zeit, schauerliche Urteile und
vollzogene Strafgerichte
der Scharfrichter – Abdeckerei (städt. Beamter)
Amtsgerichtsgebäude
Namen der Bürgermeister, Stadtrichter und Stadtschreiber ab 1535
zu jedem Namen werden histor. Daten erwähnt.
Viele Bürgermeister waren bis zu 29 Jahre lang im Amte.
Ab etwa 1720 gab es (zunächst aus Kostengründen) nur noch 2
Bürgermeister. Ab 1817 nur noch 1 Bürgermeister.
Ab 1824 Aufhebung der städtischen Gerichtsbarkeit = weniger Ratsmitglieder = nur noch 3 Senatoren.
ein wichtiger Bürgermeister war 1845 – 1889 Moritz Blankenberg
weil: Regulierung der Schwarzen Elster, Vollendung der Feldmarken,
Bau verschiedener Eisenbahnen, Förderung der Kohleindustrie,
Karl Ziem Bürgermeister 1896 – 1913- Erwerbung und Übernahme des Schlosses, Pflasterung vieler genannter Straßen, Beginn der Verfüllung des Elstergrabens, Neubennung und -nummerierung von Straßen,
Bau Schule 1 und 2, Feuerwehrdepot, Gaswerk, Badeanstalt
Bürgermeister Emil Kieback 1913 – 1917 Stadtpark und Umgebung,
Stadtschlächterei, viele Bau- und Regulierungsmaßbnahmen

Namen der Stadtrichter von Senftenberg und derem Wirken
Namen der Stadtschreiber und derem Wirken,
Die Stadtkämmerei und städtische Einnahmen und Ausgaben
Benennung etlicher früherer und neuerer Steuern, z.B. Torgroschen,
Pfannengeld, Garküchnzins, Flurschützenlohn etc.
Liste von Stadtkämmerern
Lister alter Abgaben, z.B. Türkensteuer, Tranksteuer, Schocksteuer etc.
Ackerbau und Viehzucht als bürgerl. Nahrungszweige, was war für das
Funktionieren einer Stadt notwendig,
die im amte SFB ansässigen Lehninhaber, z.B. von Peschen, von
Beichwitz hatten das Recht ein bestimmte Anzahl von Vieh zu halten.
Vorschriften über die Viehweidehaltung, z.B. Senfternberger durften
aus kurf. Buchwalde Gras heimholen, die Jüttendorfer aber nicht.
Vorschriften zum Ackerbau, die Fischerei,
1850/52 Begradigung der Schwarzen Elster, die städtische Bierbrauerei, Bierkonvent,
die Bierbrauerei hat nur den Städten zugestanden, Braubefugnisse,
Senftenberger Braumeister und -bürger kontrollieren in den
Dörfern, ob nicht doch fremdes Bier ausgeschenkt wird.(„Biereinfall“)
1769 erweitertes Brau- und Malzhaus, 1871 SFB hat zwei Brauereien,
z.B. „Braunschweiger Mumme“- ein starkes Bier wurde gebraut,
„Mumme und ein Stümpel Worst, stillt den Hunger, löscht der Dorscht“
städtische Brantweinbrennerei,
der Weinbau im Amte Senftenberg- ein Verdienst der Meißner Bischöfe. Schon Hans von Polenz erhielt als Belehnung Weinberge.
Da auch die kurfürstl. Weinberge nicht viel einbrachten verpachtet und
verkauft Kurf. August 1578 etliche seiner Weinberge. Kurfürst
Christian I. erläst Weinbergsordnung. Nennung damaliger Weinsorten.
Wann waren gute, wann waren schlechte Weinjahre, 1760 Verbot der
Einfuhr fremder Weine. Winzermeister werden eidlich verpflichtet als
Bergvogt.
Zünfte und Handwerke, rein dt. Mitgliedschaft, die Wenden waren
ausgeschlossen, schon bei der Germanen hohe künstl. Vollendung.
In den einst offenen Siedlungen entstanden Marktplätze – diese wurden
zu Städten. Der engere Markt wurde mit einer Befestigung umgeben.
Anfangs wollte man sich aber nicht hinter Wälen und Mauern ein-
schließen lassen, aber der Vorteil des Stadtlebens zeigte sich allsbald.
Wegen dadurch besserer Marktrechte bildeten sich Zünfte. Später
folgte der Zunftzwang. Die ersten Versammlungen hießen
„Morgensprache“. Freitags hieß sie „hohe Morgensprache“. Bald hatten
die Zünfte aber keinen politischen Einfluß mehr. Blieb bei der Stadt.
Die Erzeugnisse eines Handwerks wurden einer sachkundigen Prüfung
unterzogen, notfalls vom Handel ausgeschlossen. Es folgten die Gesellen- und Meisterstücke. Die Meister waren für das geistige und
leibliche Wohl ihrer Gesellen verantwortlich. Anfangs durfte sogar
die Witwen das Handwerk der verst. Männer weiterführen. Lohn und
die Anzahl der Gesellen wurde auch von der Zunft bestimmt.
Anfangs waren die Klöster Anstalten der mittelalterl. Industrie, hier
erfolgte auch die Ausbildung, es gab viele ausländische Gesellen u. M..
Die Städte waren zur Kontrolle von Maßen und Gewichten verpflichtet.
„Lossprechnung der Gesellen“, Schleif- u. Taufrede, Schleifpfaffe,
Um später einmal Meister werden zu dürfen war eine mehrjährige
Wanderschaft vorgeschrieben.
Nicht jeder junge Mann durfte ein Handwerk erlernen, es galt die
Abstammung von einem „ehrlichen Beruf d. Vaters“ als Voraussetzung.
Um das Meisterrecht zu erlangen mußte erstmal das Bürgerrecht
erworben werden, dazu wurde Auskunft v. seinem Heimatort eingeholt.
Handwerke und Innungen in Senftenberg (je einzeln beschrieben)
Gastwirtschaften und Bierhäuser
Märkte in der Stadt, Jahrmärkte, tägl. Märkte, Marktfrieden,
Hauptmärkte, Nebenmärkte, Markkonkurrenz mit anderen Städten,
Wochenmarkt – dafür hatte die Stadt günstige und hohe Fürsprache,
weil im Schloß die Gemahling Friedrich d. Sanftmüthigen wohnte.1453
Markmeister, Ratsdiener, es gab Vorschriften was Ortbewohner kaufen
und verkaufen durften und das Vorstädter hier nichts verkaufen
durften. Marktgeld, Standgeld, Marktpolizei,
Handel und Verkehr, Ausfuhren von Senftenberg waren in späterer Zeit vorallem Kohle, Glas und Ziegel. Früher Pferde- und Ochsengespanne später Eisenbahn.
Die Post. Früher sorgten die Landesfürsten nur für den Tranport ihrer
eigenen Korrespondenz. Später gab es Kaufmannszüge die Nachrichten
mitnahmen. In abgelegenen Gegenden hies es „Metzgerpost“, weil
dieselben diese Dienste zu besorgen hatten, deshalb hatten Metzger auch Pferde zu halten. Es gab keine Sicherhit für die Nachrichten.
Siegel wurden erbrochen und Nachrichten verkauft. Kurfürst August
(Mitte 16. Jhd.) gilt als Begründer des Postdienstes in Sachsen.
Für entwendete Post gab es ab und an sogar die Todesstrafe (1619).
1661 Postordnung für die Beförderung von Post und Personen ab
dieser Zeit hat auch Senftenberg ein eigenes Postamt. Pflichten und
Vorrechte von Postwagen. Postsäulen, Postrouten,



Die Schützengilde zu Senftenberg, die Bürgerschaft war nicht nur zur
Führung von Waffen berechtigt, sondern verpflichtet. Verteidigungs-
aufgaben für die Stadt. Kaufleute konnten gegen Geld Geleit kaufen.
Handwerker waren zum Waffendienst verpichtet. Der Rat der Stadt
hielt eine Rüst- und Harnischkammer.
„Heiliger Sebastian“ = Schutzheiliger der Schützengilde.
Benennung von Angriffs- und Verteidigungswaffen. Ab Mitte des 15. Jhd. wird Schwarzpulver militärisch für Geschütze und Gewehre
verwendet, diese waren aber anfangs noch sehr unzurechnungsfähig.

ENTSTEHUNG VON SENFTENBERG

Das Amt Senftenberg, alle Ortschaften, das feste Haus, die Burg.
Nach dem Sieg über die Wenden legten die Deutschen eine
Sümpfenburg an, eine Burg also in den Sümpfen woraus im Laufe der
Zeit der Name Senftenberg kommt (?, scheint momentan überholt).
Erdschanze im Senftenberger Laug(k), =Rundwall hinter
„Wolfsgarten“welcher gemeinhin das „alte Schloss“ heißt,
das ist nach neuesten Forschungen nicht der Ursprung der Burg, sondern ein vorslawischer Rundwall ohne Mauerwerk, auch ohne massivem Unterbau für eine evt. Holzburg.
Es war eine temoporäre Zufluchtsstätte in Fehde- u. Kriegszeiten.
Der daneben liegen Hauptort führte seit slawischer Zeit den Namen Komorow, bis derselbe Ort zu Senftenberg wurde.
Anlage der „Sümpfenburg“ = Burg im Sumpfe, aus der im Laufe der
Zeit der Name Senftenberg wurde.(?, scheint momentan überholt).
Ein Pfahlweg durch Sumpf und Moor bildete einen geheimen Fluchtweg aus der Burg.
Beschreibung der alten Burganlagen zu von Polenz -zeiten.
ab 1448 im Besitz der Wettiner, Dehn Rotfelser und von Lynar bauen
Befestigungsanlagen der Burg zu einer Festung aus.
1580 unter Kurfürst August wurde Schloss um ein Stockwerk erhöht
und zwei Türme gebaut.
1633, im dreizigjährigen Krieg zerstört.
Vorwerk Thamm, Jütendorf,
verschiedenste Baumaßnahmen an der Burg,
1642 Abriß des Schloßturmes der Stadt Senftenberg.
Inventarium des Festung Senftenberg 1661, 1687,
1744 wird ein zweiter Palisadenkries um die Stadt gezogen (schles.K.)
Schloß hatte mehrfach fürstl. Besuch, 2 x Witwensitz,

Schloß 1766. Ein großer Teil einer Mauer im Inneren stürzt ein-
im Ergebnis der Untersuchung und der hohen Kosten wegen wird
beschlossen: Abriß Obergeschoß westl. Flügel, Abriß Turm Südseite,
Turm Nordseite mit Uhr abgerissen.
Paulitz spricht von kurfürstl. Vadalismus abzureißen, statt Reparaturen zu bewilligen für einen nicht einmal 200 Jahre alten Bau. Ein Denkmal
mittelalterlicher Städteherrlichkeit wurde ruiniert.

In einem extra Abschnitt beschreibt Paulitz jetzt das Festungshaus im
Detail mit der Ausstattung seiner Räume bis 1769

Grundstücke des Amtes Senftenberg
Vorwerk Schäferei, Amtsmühle, Festungsgrundstück, Steinbruch usw.

Beschreibung der Rechte und Pflichten der Lehnsinhaber
Lasten, Mühen und Plagen der Bevölkerung,

Liste aller Amtshauptleute des Amtes Senftenberg ab 1448
Liste aller Amtsschösser des Amtes Senftenberg

wie sah das städtische Leben beim Ausgang des Mittelalters aus?
Geburt, Gesundheitspflege, Schulzeit, Kirche,
großer Überschuß an Frauen hpts. infolge Krieg, Reisen, pestanfälliger,
schwere Berufe, in kath. Zeit viele Männer im Dienste der Kirche -
ehelos,
Vorschriften bzgl. Arbeitsleben, Vorschriften zur Einschränkung des
Luxus (z.B. Kleiderordnung- Verbot import. Kleider, Hochzeitsfeiern)
Willküren des Rates, Standesordnungen, („die Juden tragen einen
gelben Ring am Rocke, oder eine gelbe Mütze oder Spitzhüte)
Pluderhosenverbot, 1653 Verbot des „Tabaktrinkens“ = Rauchverbot
welche Nahrungsmittel standen zur Verfügung
lasterhaftes Leben, Spielsucht, Zechbrüder, Schlägereien,
kirchliche Feste mit mancherlei fröhlicher Unterhaltung,
Trinkstuben in den Weinbergen, Lustfahrten mit dem Kahn,
Rituale bei Totenfeiern, „Vermächtnisse“ reicher Bürger.
Das Dorfleben, Hochzeitbräuche,- der Haupttag an dem d. Hochzeit
gefeiert wird ist gewöhnlich der Freitag »... germ. Göttin Freya.
Ehestandslied, Hochzeitsgeschenke, Abschied der Braut,
Bursche – Singen , Zempern in der Lausitz am 2. Weihnachtsfeiertag

Kirchenvisitationsprotokolle, z.B. Einnahmen der Pfarren
„sooft der Pfarrer predigt hat er eine freie Mahlzeit zu bekommen, welche die Bauern der Reihe nach geben“
Scheideabende, Lobetanz,
wendische Ortsnamen erklärt.
Städtenamen erklärt. Flecken und Dörfer.

Gewässer
Inhaltsverzeichnis der Chronologie von Paulitz

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