Senftenberg, Hans von Polenz, Partition

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Christian neu in SFB
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Senftenberg, Hans von Polenz, Partition

Beitragvon Christian neu in SFB » Mo 21. Mär 2022, 20:09

Senftenberg, Chronik 750 Jahre, Hans von Polenz, Partition
recherchiert und bearbeitet von Christian Hübner

Hans von Polenz

Hans von Polenz (* um 1380/85; † 1437) war Landvogt der Niederlausitz und kurzzeitig auch der Oberlausitz.
Hans von Polenz stammte aus der sächsisch-meißnischen Adelsfamilie von Polenz deren Stammsitz der Ort Polenz war.


1406
Hans von Polenz besaß bereits seit 1406 einen Teil von Senftenberg.


1407
ist er in den Diensten Friedrich des Streitbaren, Markgraf von Meißen, bezeugt und 1412 als Amtmann von Dresden. Polenz war Marschall am Hof des Markgrafen und leistete diesem auch Kriegsdienste.

Hans von Polenz war wohlhabend. Dank seines Vermögens konnte er seinen Landbesitz immer mehr erweitern, indem er verschuldeten Adligen die Güter abkaufte.

1410
Die „Schlaffheit“ brachte ihn, Wenzel, auch diesmal um den Besitz dieser Krone. Er behielt ab 1410 aber den Titel eines römischen Königs.
Markgraf Jobst, ab 1410 Römisch Deutscher König lieh Sigismund, König von Ungarn eine größere Geldmenge und erhielt dafür von ihm die Markgrafschaft Brandenburg, zunächst als Lehen, seit 1388 jedoch bis zu seinem Lebensende, mit allen Rechten eines Kurfürsten.

1411
Mit dem Tod Jobst bereits im Januar 1411 war einer der drei Prätendenten um die deutsche Kaiserkrone abgetreten. Es blieben die beiden Brüder Wenzel und Sigismund (Söhne Kals IV.) übrig, von denen ersterer, seit 1400 durch einen Spruch der Reichsfürsten dieser Würde entsetzt, nunmehr nach dem Tod des Gegenkaisers Ruprecht, von Neuem darauf Ansprüche machte, während sein eigener Bruder als Bewerber auftrat.


1413
Im Jahr 1413 übernahm der Landvogt und spätere Pfandinhaber (ab 1422) der Niederlausitz, Hans von Polenz, den Ort Senftenberg durch Kauf von den Herren von Penzig und von Gorenz in seinen Besitz. Dort zeugen noch heute eine Gedenktafel am Schloß und das Polenzhaus von seiner Herrschaft. Er setzte dem Raubrittertum ein Ende.
Hans von Torgau, Freund des Burggrafen Friedrich von Nürnberg (fränk. Hohenzollern, Statthalter und Verweser der Mark Brandenburg), legt sein Amt als Landvogt nieder. An seine Stelle wird ein lausitzscher Ritter Hans von Polenz, von König Wenzel zum Landvogt bestellt. Hans von Polenz war ein vertrauter Freund Hinko Birken von Duba, der nunmehr Landvogt der Oberlausitz wurde.

1414.
König Sigismund von Ungarn (Geschlecht der Luxemburger) als künftiger Nachfolger in der Krone Böhmens wird zum römisch deutschen Kaiser gekrönt.

1415
begleitete Hans von Polenz den Burggrafen Friedrich VI.
von Nürnberg und späteren brandenburgischen Kurfürsten Friedrich I. zum Konzil nach Konstanz.

Am 19. November 1416
wurde er vom böhmischen König Wenzel mit Besitzungen in den Lausitzen belehnt.
Der Landvogt Hans von Polenz erwirbt 1416 (bis nach 1421 ?) von denen von Rodstock das Amt Finsterwalde.

1418
Hans von Polenz hatte große Schwierigkeiten, das Markgraftum gegen die äußeren Feinde zu verteidigen. Er sah sich außerstande,
in der Niederlausitz den Frieden zu wahren und suchte daher Hilfe beim Oberlausitzer Sechsstädtebund, insbesondere bei den Bürgern von Bautzen.
Übrigens scheinen die Oberlausitzer mehr den Markgrafen Wilhelm begünstigt zu haben und dem Bischof abgeneigt zu sein,
denn unter den Beschwerden über ihren eigenen Landvogt Hans von Polenz die sie bei dem König führten….
dass die Niederlausitz in eine völlig feindliche Stellung gegen die Sechslande trat.
Die Regierungssorgen in Ungarn und die drohenden Türkenkriege gestatteten es Sigismund nicht sich um die Lausitz zu kümmern.

Sigismunds Ansprüche auf die Nachfolge in Böhmen führten zudem zu heftiger Gegenwehr der Hussiten. Da Hans von Polenz zu den entschiedensten Gegnern der Hussiten zählte, so wurde seine Provinz, gleich der Oberlausitz, tiefer in die Kämpfe verwickelt. Und vielfache Erfahrung dieser Kampfhandlungen war, dass selbst freiwillige Unterwerfung nicht gegen Mord, Plünderung und Vernichtung schützte.

1419
kaufte er einen Teil des Gutes Wiesa bei Pulsnitz von den Herren zu Kamenz, das er später an die Stadt Kamenz weiterverkaufte.


1421.
1421 hatte Polenz gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Stadt Lübben wegen der Nutzung des Spreewaldes.
Im September 1413 war er Landvogt der Niederlausitz, wobei er eventuell bereits 1406/1408 in diesem Amt tätig war.
Dieses böhmische Nebenland wurde in seiner Amtszeit von allen Seiten bedrängt; die benachbarten Fürsten strebten danach, es zu erobern.
Sigismund ermahnt den Mkgr. Friedrich v. Brandenburg wegen der vielen Streitpunkte zwischen ihm (Sigmund) u. dem König v. Polen, v. der beabsichtigten Vermählung seines Sohnes mit der Erbtochter des polnischen Königs abzustehen: dieser wie auch Hrz. Witold v. Litthauen nehme die böhmischen Ketzer in Schutz
. Ad m. d. r. Franciscus prepositus Bolesl. Literatur: RI XI,1 n. 4464, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1421-0 ... _5018_4464

1422
Der Landvogt befand sich bei dem Heere des Kaisers, der sich bekanntlich lange vergeblich bemühte, die Residenzstadt Prag einzunehmen
Zu dieser Zeit mangelte es dem damaligen Landesherren der Niederlausitz, dem späteren Kaiser Sigismund, an Geld, so dass er 1422 die Lausitz
an den wohlhabenden Landvogt Hans von Polenz für ein Darlehen von 7854 Schock (andere Quellen sagen 7859 Schock) Böhmische Groschen verpfändete.


Die Kunde gelangte folgendermaßen nach der Lausitz: “Der Kaiser verpfändet sein Fürstenthum zu Lausitz für obige Summe an Hans von Polenz und dessen Erben, dergestalt, dass die Verpfändung auch auf andere übertragen, versetzt und abgetreten werden könne, ausgenommen jedoch Fürsten und geistliche Leute“.
Endlich wird jeglichen Mannen, Landsleuten, Rittern, Knechten, Bürgermeistern, Räthen und Gemeinschaften der Städte und allen Untertanen und Getreuen geboten: „dem ehegenannten Hans von Polenz gehorsam zu sein, und ihm alle Zinsen, Zölle, Nutze und Gefälle, wovon die sind, folgen zu lassen“
So befand sich die Niederlausitz wieder in fremden Händen, und sogar in den Händen einer Privatperson die sich bei der Regierung des Landes nur ihrer amtlichen Auctoritaet, als eines königlichen Landvogts, bedienen zu können.
In dieser Zeit hatte Polenz zeitweise auch die Verweserschaft der Oberlausitzer Landvogtei inne.

Polenz schmiedet Schutzbündnis gegen die Hussiten. Nur Peter Abt von Dobrilugk, Heinrich Schenk zu Landsberg und die Stadt Luckau beteiligen sich nicht an dem Bündnis.
Kaiser Sigismund wusste den Erzbischof Günther von Magdeburg zu bestimmen sich dem Schutz der Niederlausitz anzuschließen.
Ein hussitischer Heerhaufen liegt vor Calau.
Wend von Ileburg und Hans von Polenz werden vom Kaiser ermächtigt Erhebungsregister in der Niederlausitz zu erstellen.



Um 1425
konnte Hansvon Polenz das Oberlausitzer Städtchen Königsbrück erwerben, das von Georg von Waldau veräußert wurde.
Der Landvogt hält einen „Tag von Hoyerswerda“ ab. Vertreten sind der Sechsstädtebund.
Kaiser Sigismund beginnt Unterhandlungen mit Herzog Friedrich von Sachsen und Albrecht von Österreich wegen eine Schutzbündnisses. Auch Hans von Polenz nimmt teil. Das Bündnis kommt zustande im Juli.
1428
Während der Hussitenkriege brachte Hans von Polenz ein Bündnis des Adels und der Städte beider Lausitzen zustande und leitete die Verteidigung
der beiden Länder. Am 11. November (nach anderen Angaben 16. November) 1428 konnte er bei Kratzau ein hussitisches Heer zurückschlagen.

1432
Zu Ostern 1432 gelang es ihm, einen zweijährigen Friedensvertrag mit den Hussiten abzuschließen.
Darin verpflichteten sie sich, die Güter von Hans von Polenz und die Lausitz zu verschonen.

1437
1437 starb Hans von Polenz und wurde vermutlich unter dem Taufstein der Peter-Paul-Kirche in Senftenberg begraben. Seine Witwe Margarethe von Dohna hatte Streitigkeiten um das Erbe u. a. mit dem Abt von Dobrilugk auszufechten. Er hinterließ zwei unmündige Söhne,[1] u. a. Jacob von Polenz.[2]
Im selben Jahr stirbt auch Kaiser Sigismund in Mähren.
1448,
Kg.F. verkündet, sein Schwager Kf. Friedrich (II.) von Sachsen habe ihm durch eine botschafft mitgeteilt, daß er mit Nickel von Polenz, dem Verweser des Landes Lausitz, und den Brüdern Jakob und Jakob, Söhne des verstorbenen Hans von Polenz übereingekommen sei, das Land Lausitz zu der gleichen Summe an sich zu ziehen, zu der es von K. Sigmund dem Hans von Polenz verpfändet war, was auch durch die (verstorbene) Kgin. Elisabeth, als Erbin Böhmens, bestätigt worden war. Kg.F. bestätigt sowohl den Übergang des Pfandrechtes des lanndes zu Lausicz aus den Händen der Polenze an Kf. Friedrich als auch denselben solange als Verweser des Landes, bis er (Kg.F.) oder sein Vetter Kg. Ladislaus (von Böhmen)1 oder dessen Erben es wieder einlösen würden umb sovil gelts, als keys(er) Sigmunds brif Hannsen von Polencz gegeb(en) Literatur: Böhmer, J. F., Regesta Imperii XI. Die Urkunden Kaiser Sigmunds (1410-1437) (Vol. 1-2)

Literatur: Neumann, Joh. Wilhelm: Geschichte der Landstände des Markgrafthums Niederlausitz , Münchner Digitalisierungszentrum



Jetzt hier eingeschoben einige Hinweise zu Titulationen:

In den Dokumenten unterschiedlich, wird der Landvogt häufig

- als königlicher Amtmann bezeichnet, wenn gerade von einer richterlichen Handlung im eigentlichen Sinne die Rede ist
- als Statthalter, wenn es sich um die Ausübung eines Hoheitsrrechtes des Landesherren handelt
- als Hauptmann, wenn es sich um die Führung von Lehnleuten zu einem Kriegzug, oder zur Verteidigung der Grenze handelt.

- Reichsvogtei, wenn die Herzöge und Fürsten einem Vogte die Verwaltung eines bestimmten Distrikts übertrugen, oder auch die Kaiser einen solchen unmittelbar bestellten, und dieser -lediglich von ihnen und dem Reiche abhängig blieb, so blieb ihnen auch die Rechtspflege überlassen

- Es gab aber auch Vogte, die mit richterlichen Geschäften gar nicht zu tun hatten, sondern lediglich Verwaltungs- und Aufsichtsbeamte waren (Vogteyae praedatoriae

Nach 1208 nachdem die Reichslehne erblich geworden war, scheinen aus den Castellanis die Vögte und Hauptleute hatten die Vogte aus den Städten hervorgegangen zu sein. Es läßt sich aber nicht mit Gewißheit sagen, ob diese Ämter lehnbar waren. Auch ist zu beachten, dass die Bestellung von Ämtern immer vom Landesherren und der jeweiligen Zeit, abhängig war und nie im ganzen Reich einheitlich war.

- Die Vogte die die Justiz im Lande nach den deutschen Sitten und Gewohnheiten verwalteten, waren in ihrer Amtstätigkeit gar sehrvon den heutigen Richtern zu unterscheiden, denn sie hatten nur das Gericht zu hegen. Für Urteile wurden „schöppenbar“ freie Mannen hinzugezogen.Von diesen wurden die „Urteile gefunden“, die sodann vom Vogt „vollzogen“ wurden.
- Außerdem hatten sie die Polizeiverwaltung, die Sorge für die Verteidigung der Sadt durch die Bürger.
- Alle obrigkeitliche Gewalt „klebte“ auch in den Niederlausitzischen Städten lediglich der Vogtei an (Ausnahmen auch hier, z.B. Luckau, Sorau- Erbrichter, Erblehn)

- Noch unter Friedrich dem Streitbaren durften sich Städte die Gerichtsbarkeit nicht anmaßen.

Die Bezeichnung Vogt, oder advocatus, war überhaupt mehr in den Ländern, die das alte sächsische Recht aus den Sammlungen des 13. Jh. zur Anwendung brachten, gewöhnlich, weil es hier als in der Verfassung begründet beibehalten wurde.

Die Verfasser der Destinate, wollen erst nach der 1360 erfolgten und bis 1364 in ihrem Besitz befindlichen Verpfändung der Niederlausitz an die Markgrafen von Meißen und die Landgrafen von Thüringen diese Zeit als Entstehung einer landvogtlichen Würde und Verwaltung sprechen.


Vgl. Neumann, Versuch einer Gesch. der niederlausitzischen Landvögte, II,1833, p. 52—83. — Derselbe in Ledeburs Archiv für preuß. Geschichtskunde, V,1831, p. 111 f. —

Literatur
• Luděk Březina: Der Landvogt der Niederlausitz zwischen Königsmacht und Ständen (1490–1620). Ein Diener zweier Herren?, in: Veröffentlichungen des BLHA; Bd. 69, Hrsg. Klaus Neitmann, BWV, Berliner Wissenschaftsverlag, Berlin, S. 38 f, S. 232. (PDF) ISSN 2366-8601
• Rudolf Lehmann: Geschichte der Niederlausitz. in: Veröffentlichungen der Berliner Historischen Kommission beim Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin; Bd. 5, de Gruyter, Berlin 1963.
• Schwabe: Hans von Polenz. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 26, Duncker & Humblot, Leipzig 1888, S. 387 f.
• Johann Wilhelm Neumann: Versuch einer Geschichte der Niederlausitzischen Land-Vögte. (Digitalisat von Band 1 und Band 2), Druck Trowitzsch & Sohn, Frankfurt a. d. O., Verlag. Chr. Traug. Gotsch, Lübben 1831/33.

Deutsche Biographie – OnlinefassungURL: http://www.deutsche-biographie.de/.html

2) ADB-Artikel. ,
„Polenz, Hans von“, in: Allgemeine Deutsche Biographie (1888)



Polenz: Hans v. P., niederlausitzischer Edelmann in der ersten Hälfte des 15.
Jahrhunderts.

Aus ursprünglich meißnischem Geschlecht scheint er anfangs in kursächsischen Diensten gestanden zu haben,
in welche er auch später (1428) wieder eingetreten ist.

Seine ausgedehnten Besitzungen aber lagen in der damals zu Böhmen gehörigen Niederlausitz,
woselbst er Senftenberg, Finsterwalde und Solgast besaß. Auch in der
Oberlausitz hat er Güter (Pulsnitz, Königsbrück etc.) erworben und veräußert.

Im J. 1414 erscheint er zum ersten Male als Landvogt der Niederlausitz;
diesem Amte hat er in sturmvoller Zeit ununterbrochen bis zu seinem Tode 1437
vorgestanden. Gegen den Erzbischof von Magdeburg, den Markgrafen von
Meißen und vor allem gegen die Hussiten hat er wiederholt mit wechselndem
Erfolge im Felde gelegen. Dem Kaiser Sigismund war er in seinen Kämpfen
um die böhmische Krone ein beständiger und wirksamer Beistand.

Wir finden ihn im Jahre 1420 an der Spitze eines königlichen Heeres auf der Prager Burg,
welche er mit Erfolg gegen die hussitischen Belagerer vertheidigte.

Nach einer Urkunde von 1421, in welcher ihm der Kaiser seinen zum Theil angefochtenen
niederlausitzer Besitz bestätigte, war er Münzmeister (nicht Milizmeister)
Sigismunds zu Kuttenberg in Böhmen, und überhaupt befand er sich in so
vortheilhaften Vermögensumständen, daß es ihm möglich war, im J. 1422
die gesammte Niederlausitz für eine Summe von 7859 Schock böhmischer
Groschen von Sigismund pfandweise zu erwerben.


Von dieser Zeit ab hat er, wenn schon widerruflich und unter gewissen Beschränkungen, im Grunde doch
als Landesherr die „Markgrafschaft Lasitz“ im Besitz gehabt.


Zwei Jahre später (1424) wurde ihm auch die Landvogtei über die Sechslande übertragen, und
obgleich sie ihm schon im folgenden Jahre wieder entzogen wurde, riefen ihn
die Oberlausitzer doch wieder in den Hussitennöthen neben ihrem eigentlichen
Landvoigt, dem Albrecht v. Colditz, an die Spitze der Verwaltung.


Im J. 1427 nennt er sich selbst „Verweser der Sechslande und -Städte gegen die Ketzer“.

Er führte in diesen Gegenden die Landesvertheidigung gegen die Hussiten
und eine theilweise unsichere Tradition beweist wenigstens, daß man in ihm
einen der vortretendsten unter den damaligen Kämpfern erblickte. Sicher ist,
daß er die Hussiten in einem nicht unbedeutenden Gefechte bei Cratzau in
Böhmen (1428) geschlagen hat.


Dagegen erlitt im Jahre 1430 die Vorhut des großen sächsischen Heeres unter seiner
und des Haubold v. Schleinitz Führung eine Niederlage zwischen Grimma und Wurzen.

Schließlich fand sich auch Hans v. P. genöthigt mit den Hussiten zu pactiren (1432); doch ist unbekannt,
unter welchen Bedingungen es ihm möglich geworden ist, die Böhmen von
seinen Besitzungen fern zu halten.

Im Jahre 1437 erscheint er zum letztenmal in Urkunden, er muß in diesem oder dem Jahre darauf verstorben sein.
Den pfandschaftlichen Besitz über die Niederlausitz hinterließ er seinen zwei
unmündigen Söhnen, welche beide Jacob hießen. Die Vormundschaft über diese
führte sein Vetter Nikolaus v. Potenz, welchem auch die Landvogtei übertragen
wurde.


Literatur
Vgl. Neumann, Versuch einer Gesch. der niederlausitzischen Landvögte, II,
1833, p. 52—83. — Derselbe in Ledeburs Archiv für preuß. Geschichtskunde, V,
1831, p. 111 f. —
Kotelmann, Gesch. der älteren Erwerbungen der Hohenzollern in der
Niederlausitz, 1864. —
Knothe, Gesch. des oberlausitzer Adels, 1879, p. 421 f. — Scheltz,
Gesammtgesch. der Ober- und Niederlausitz, II, 1882 (1845).
Autor
Schwabe.
Empfohlene Zitierweise
, „Polenz, Hans von“, in: Allgemeine Deutsche Biographie (1888), S.
[Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/.html

Literatur; „Versuch einer Geschichte der Niederlausitzischen Land-Vogte von J.W. Neumann, 1832

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Fröschlein
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Re: Persönlichkeiten von Senftenberg Teil 3

Beitragvon Fröschlein » Do 30. Mär 2023, 17:08

Hallo Christian,
das ist ja schön, dass in diesem Forum auch mein Vater, Siegfried Loyda, Erwähnung findet. Ich bin zufällig auf diese Seite gestoßen, als ich nach der Freisestr. suchte, wo mein Vater mit seinen Eltern gewohnt hatte. Da mein Opa Lokomotivführer war, fanden sie dort in der Eisenbahnersiedlung eine Wohnung (vorher wohnten sie in der Salzmarktstr.).
Mein Vater war Senftenberg immer sehr verbunden und nutzte auch nach dem Tod seiner Eltern jede Möglichkeit, um seinen Heimatort wieder zu besuchen.
Ich hatte mich extra in diesem Forum angemeldet, weil ich etwas über meinen Vater schreiben wollte. Das hat sich ja nun mit Ihrem Eintrag erledigt.

Mit freundlichen Grüßen

Veronika Krause geb. Loyda

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Matthias
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Re: Persönlichkeiten von Senftenberg Teil 3

Beitragvon Matthias » Do 30. Mär 2023, 19:00

Hallo Frau Krause,

gerne können Sie weitere "Interna" über Ihren Vater beisteuern. Auch Bilder von ihm sind vielleicht nicht ganz uninteressant. ;)

Gruß
Matthias

Christian neu in SFB
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Registriert: So 21. Nov 2021, 19:30

Senftenberg, Chronik 750 Jahre, Hans von Polenz, Partition

Beitragvon Christian neu in SFB » Mo 3. Apr 2023, 16:46

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Insgesamt sind 108 Urkunden zu Hans von Polenz im Bundesarchiv digitalisiert


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