Neues 709 - 2026-10-25

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Matthias
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Neues 709 - 2026-10-25

Beitragvon Matthias » Sa 24. Okt 2026, 11:58

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Harald
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Re: Neues 709 - 2026-10-25

Beitragvon Harald » Fr 30. Okt 2026, 18:17

stadt SFB.jpg

ZUR GESCHICHTE DER HO–GASTSTÄTTEN

Die HO-GASTSTÄTTEN gehörten in den 4 Jahrzehnten DDR zum festen Bestandteil des öffentlichen Lebens. Aus ehemals PRIVATEN RESTAURANTS hervorgegangen, entwickelte die HO (HandelsOrganisation) ab 1948 ein breites Netz GASTRONOMISCHER EINRICHTUNGEN – von der einfachen BIERSTUBE bis hin zum großen SPEISERESTAURANT, die sowohl die MANGELWIRTSCHAFT des Sozialismus, als auch die ALLTAGSKULTUR vieler Menschen widerspiegelten & selbstredend das KULINARISCHE GEDÄCHTNIS der DDR nachhaltig prägten.
Die HO (Handelsorganisation) hatte in der Zeit von 1948 bis 1990 ein ansehnliches NETZ von HO-GASTSTÄTTEN gebildet. Dies geschah anfangs durch ÜBERNAHME bestehender privat betriebener oder schon während des Krieges aufgegebener RESTAURANTS. Die HOG trat in die alten PACHTVERTRÄGE ein bzw. schloss neue mit den GRUNDSTÜCKSEIGENTÜMERN, die zumeist nicht identisch mit dem BETREIBER der GASTSTÄTTE waren & sich in der Regel über den glückstiftenden, solventen PÄCHTER freuten. Die INHABER PRIVATER LOKALE wurden samt PERSONAL übernommen – die NEUEN HERREN der GASTRONOMIE verfügten dadurch über genügend interessante WARE & somit waren ihnen GUTE UMSÄTZE sicher.
Der HO-Gaststättenbetrieb war zugleich PARTNER für eine wachsende Zahl von KOMMISSIONSGASTSTÄTTEN, deren rührige INHABER finanziell gut zurechtkamen & sehr willkommen waren, wie z.B. die HO-BIERSTUBEN, die von sogenannten OBJEKTLEITER-EHEPAAREN betrieben wurden
Man musste allerdings sehr GEDULDIG & ein FREUND der regionalen, HERZHAFTEN DEUTSCHEN KÜCHE sein, da gerade SIE das Kernangebot auf den SPEISEKARTEN markierte.

Speisekartre.jpg

„SIE WERDEN PLATZIERT!“ – an dieses HINWEISSCHILD im FOYER oder VORRAUM der HO-GASTSTÄTTE >STADT SENFTENBERG< erinnern sich sicherlich noch die meisten SENFTENBERGER BÜRGER, die hier nicht nur zu SPEIS & TRANK um EINLASS „bettelten“, sondern vor allem an den WOCHENENDEN scharf auf die TANZFLÄCHE waren, auf der man nach der MUSIK bekannter & beliebter einheimischer KAPELLEN (BAKI – KIRSCHNER-COMBO – COMBO 64 u.a.) nach Herzenslust das TANZBEIN schwingen durfte…
JUNGE, JUNGE – DAS WAREN NOCH ZEITEN!


Allerdings gab es bei aller FRÖHLICHKEIT
auch hin & wieder:

Licht & Schatten.jpg

Meiner KOMMENTAR - TRADITION folgend
setze ich als SCHLUSSPUNKT noch einen >ABLACHER< oben drauf:
Der BEGLEITTEXT zum o.a. SCHNAPPSCHUSS des damaligen LR-Fotoreporters W. ELSTNER, den sich zahlende LR-LESER am 14. AUGUST 1965 nur MIT VIEL MUT & FANTASIE SCHÖN REDEN konnten, weckte damals eine wagemutige ILLUSION von WOLKENKRATZERN am Senftenberger SCHWARZEN WEG...
Aber lesen Sie selbst & LACHEN SIE MAL WIEDER RICHTIG AB... :D
als APRILSCHERZ wäre dieser WITZ sicher voll abgegangen... :lol:


Tagtraum.jpg

Ehrfried
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Re: Neues 709 - 2026-10-25

Beitragvon Ehrfried » Sa 31. Okt 2026, 13:35

Als Bewohner der „Aktivist Sporthalle“ und Fußballer waren wir natürlich in der HO-Gaststätte "Stadt Senftenberg" nach dem Training und Spielen Stammgäste. Ich brauchte ja nur 150 Meter zur Ernst-Thälmann-Straße vor laufen.
Jahre später fanden dort auch unsere Hörlitzer Klassentreffen statt.

In o. g. Gaststätte wurde aber nicht nur das Tanzbein geschwungen sondern da flogen auch die Fäuste! :roll:
Nach einer großen Boxveranstaltung in der Aktivist Sporthalle zog das Team vom SC Aktivist Brieske-Senftenberg in die HO-Gaststätte „Stadt Senftenberg“ ein um die Wunden zu kühlen und zu feiern. :lol:

Ein Vize DDR Meister im Boxen und Olympiateilnehmer vom SC Aktivist Brieske-Senftenberg und später SC Cottbus (Name nenne ich nicht) wurde von angetrunkenen Gästen provoziert und dann gab es eine kernige Schlägerei.

„Amateurboxern“ ;) war es in der DDR auf Grund ihrer Ausbildung/Überlegenheit strengstens verboten sich in Prügeleien einzulassen. Volkspolizei und Stasi waren kurz darauf vor Ort um den Fall zu untersuchen.

Da mein Vater als Sporthallen-Chef auch eingeladen war, sprachen wir kurz darüber und machten unsere Witze.
In Senftenberg war der Vorfall am nächsten Tag Stadtgespräch!
Aber wie die Sache ausging kann ich heute nicht mehr sagen. Wissen geht verloren! :cry:

Die/Der Boxer hatten jedenfalls noch eine große Karriere vor sich :!:
Das lag vermutlich an seinen Trainingseinheiten in der HO-Gaststätte "Stadt Senftenberg" :lol:


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