Neues 638 - 2025-03-23

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Matthias
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Neues 638 - 2025-03-23

Beitragvon Matthias » Sa 22. Mär 2025, 08:21

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Harald
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Re: Neues 638 - 2025-03-23

Beitragvon Harald » Di 1. Apr 2025, 19:07

ephemera - memorabilia_resize.jpg

Nachdem man im Jahre 1870 die POSTKARTE eingeführt hatte, wurde diese, gegenüber der BRIEFPOST kostengünstigere ALTERNATIVE, von Firmen auch für die GESCHÄFTLICHE KORRESPONDENZ genutzt, d.h. sämtliche FIRMENPOST wurde in der Folgezeit vielfach auf solchen OFFENEN POSTKARTEN abgewickelt.
Kürzlich entdeckte ich bei Ebay einige EXEMPLARE, auf deren linken Bildrand der nicht nur mir,
sondern wohl allen Senftenberger MUSIKERN & MUSIKFREUNDEN bis heute in Erinnerung gebliebene Name GEORG HIRSCH prangte.
Auch sämtliche MUSIKINSTRUMENTE & MUSIKALIEN, aber auch die in AUFBEWAHRUNGSBOXEN für die schnell zerbrechlichen Schellack-Schallplatten trugen seine AUFKLEBER und machten als MARKENZEICHEN das MUSIKHAUS GEORG HIRSCH in der Bahnhofstraße 34c weit über Senftenberg hinaus bekannt.

Leben f.d. Musik.jpg

Hier kauften meine Großeltern für ihren scheinbar „doch recht musikalischen“ ENKELSOHN in den 1950er Jahren eine kleine MUND~ (1) & nachfolgend eine ZIEHHARMONIKA (2), erstanden ebenda ein „gebrauchtes schwarzes KLAVIER“(3), auf dem mich mein ehemaliger Klavierlehrer Hans Rettmer – in Musikerkreisen als sehr guter Bar-Pianist (u.a. auch im >SCHLOSSCAFÈ<) bekannt – 7 Jahre lang unterrichtete. ER verwies mich auch zum >MUSIKHIRSCH<, wo ICH MEIN NOTENMATERIAL einkaufen durfte – und zwar speziell die LIEDER von SEINEM "IDOL" HERBERT ROTH :-) Als TEENAGER war ich volkstümlicher Musik eher nicht so zugetan, aber wenn man nun mal ein INSTRUMENT beherrschen möchte, muss man im Lernprozess eben auch mal Zugeständnisse beim MUSIKGENRE machen...
Meinen KLAVIERLEHRER halte ich hoch in Ehren, da er mich befähigte, nach abgeschlossener KLAVIERAUSBILUNG innerhalb eines ½ Jahres auch ein AKKORDEON (4)(natürlich von G.HIRSCH) spielen zu können. Als letztendlich in den 1960ern (GOLDEN SIXTIES) die GITARRE bei Wanderfahrten & romantischen LAGERFEUERN ihren Siegeszug begann, ging auch mein Weihnachtswunsch in Erfüllung: ich bekam eine SCHLAGGITARRE (6) und suchte mir ohne Hilfe die benötigten AKKORDE am KLAVIER zusammen, um sie anschließend auf das GRIFFBRETT zu zaubern…und siehe da: Es klappte – auch, oder gerade, weil auch alle nachfolgenden „DRAHTHARFEN“(7,8,9) selbstredend bei GEORG HIRSCH erstanden wurden…

Da mein persönlicher musikalischer Werdegang irgendwie auch mit dem GEORG – HIRSCH – INSTRUMENTARIUM verbandelt ist, versuche ich mich in meinem KOMMENTAR erstmalig an einer komplexen HISTORIE eines renommierten Senftenberger Geschäftshauses, dem
MUSIKHAUS GEORG HIRSCH
Bei der RECHERCHE unterstützt mich tatkräftig seine TOCHTER BARBARA, mit der ich von 1958 bis 1962 die Schulbank in der EOS „Walther Rathenau“ drückte, mit alten FOTOS & wichtigen familiären FAKTEN, die in meinen KOMMENTAREN Verwendung finden werden.


Musikalienhandlungen_resize.jpg

Erstaunlich ist, dass SENFTENBERG kein DORF, sondern eine mittlere KLEINSTADT ist, und dennoch heutzutage nicht einmal über ein POSTAMT, geschweige denn eine MUSIKALIENHANDLUNG verfügt, wenn man auch letztere wohl heutzutage kaum noch benötigte, da die ZAHL der aktiven MUSIKER in den zurückliegenden 70 Jahren arg geschrumpft ist. Einstmals waren zahllose MUSIKANTEN in Blas~ & Tanzkapellen, Big Bands, Beatgruppen etc. ständig auf Achse, und auf der Suche nach Instrumenten nebst Zubehör, Ersatzteilen & Notenmaterial wurden sie allesamt schon ab 1928 von GEORG HIRSCH fachmännisch betreut – obwohl in der Stadt durchaus ein harter KONKURRENZKAMPF herrschte, wie die ÜBERSICHT in diversen EINWOHNERBÜCHERN verrät.

1928 Hirsch.jpg

Mit der ERÖFFNUNG seines ersten VERKAUFS~ & AUSSTELLUNGSRAUMS am 10. November ließ er sich vom zur gleichen Zeit auftrumpfenden MUSIKHAUS HANSCHE nicht beeindrucken – und setzte sich mit Erfolg gegen alle KONTRAHENTEN durch – auch dank seiner sehr guten GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN mit der 1880 gegründeten Firma von Hermann Richard PFRETZSCHNER in Markneukirchen im damaligen böhmisch-sächsischen „MUSIKWINKEL“, (siehe POSTKARTEN oben) dem 1901 der Titel eines „Königlich Sächsischen Hoflieferanten“ verliehen wurde…

Den 1. Georg-Hirsch-Kommentar beende ich mit einem KURZVIDEO über eine SCHLAGGITARRE, die in den 1950ern über seinen LADENTISCH ging und mit meiner (Bild 6) verwandt ist !


(wird fortgesetzt)


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