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Ich mache heute so ein wenig dort weiter, wo ich in der letzten Woche aufhörte. Nämlich in den 1970er Jahren. Und ja, auch das Jahndenkmal ist dabei, aber
dazu komme ich später noch. Wenn mir einer prophezeit hätte, daß ich mal ganz "heiß" auf Polit-Parolen aus der Zeit des ersten Arbeiter- und Bauernstaates
auf deutschem Boden werden würde, den hätte ich sicher ausgelacht. Doch diese Dinge helfen mir heutzutage, bestimmte Fotografien zeitlich zu fixieren. Zum Beispiel diese beiden, die ohne jeden Zweifel bei ein und derselben Gelegenheit gemacht wurden.
Wie viel Zeit genau zwischen beiden Fotos verging ist nicht bestimmbar, der Abstand kann aber nicht sehr groß gewesen sein. Hätte der Fotograf damals einen
besseren Winkel verwendet, hätte man beide Aufnahmen kombinieren können. Der PKW, den wir auf der linken Aufnahme am rechten Bildrand sehen, findet seine
Fortsetzung auf der rechten Aufnahme. Dort natürlich am linken Rand. | |||||
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1976 steht auch auf dem Tacho des Fotos rechts. Hier jedoch mehr in Richtung Jahresmitte. Wir sehen immer
noch ein Parteitags-Logo im Schaufenster des Geschäfts "Für die Dame" aber die Beflaggung, die wir weiter
oben noch auf der rechten Seite der Kreuzstraße (damals noch Ernst-Thälmann-Straße) erkennen konnten, ist
mittlerweile weitestgehend - aber nicht vollständig! - verschwunden. Interessant ist das Plakat, das sich im Schaufenster der Hausnummer 3 befindet. In dem Laden befand sich damals wohl die Vorverkaufsstelle des "Theaters der Bergarbeiter". Zumindest interpretiere ich die Fenstergestaltung so. Wie gesagt... das Plakat... man erkennt ein Margarita Naranjo ★ Venceremos. Venceremos! Wer als DDR-Bürger meines Alters kennt diesen Ruf nicht? Assoziiert wird er mit dem gleichnamigen chilenischen Kampflied, das im Zusammenhang mit dem Putsch 1973 und der nachfolgenden Solidaritätsbewegung für das südamerikanische Volk hierzulande populär wurde. Wir verballhornten den Refrain gerne mal in "Wenn sie geh'n muss". Naja, Kinder halt. Mittlerweile ist die simple Melodie aus dem Standardrepertoire jeder Fußball-Fan-Kurve nicht mehr wegzudenken.
Aber ich schweife ab. Eine Internet-Recherche führt recht schnell zu der, von Exil-Chilenen in Rostock gegründeten,
Theatergruppe Teatro Lautaro (wenn man weiß, wonach man suchen muß, entdeckt man diese Bezeichnung auch auf
dem Plakat), die im Juni 1976 mit dem Stück "Margarita Naranjo" durch die Republik tingelte. Dabei
machten sie mutmaßlich auch einen Zwischenstopp in Senftenberg. Würden wir über eine umfassende Chronik
unseres Theaters verfügen, würde man darin vielleicht auch einen Hinweis auf das/ein Gastspiel der Chilenen finden.
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Aufnahme = 1976
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Lange Rede - kurzer Sinn: alle drei oben vorgestellten Fotografien stammen aus dem Jahr 1976. Vermutlich Mai/Juni.
Wenn man so will: heute vor 50 Jahren! Aus welchem konkreten Sommer die nachfolgenden Filmaufnahmen stammen, ist indes noch ungeklärt. Irgendwas zwischen 1976 und 1978.
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Die Endsequenz des Filmes veranlasste mich mal wieder in meinem "Giftschrank" zu stöbern.
Gefunden habe ich dabei das Foto rechts, das ebenfalls die südliche Front der Ernst-Thälmann-Straße zeigt.
Dies jedoch etwas näher dem Markt zu. Nicht sehr einladend, oder? Anhand der Schaufenstergestaltung des Schuhgeschäftes ist die Zeitbestimmung vergleichsweise einfach: bei sehr starker Vergrößerung erkennt man ein paar stilisierte Mai-Nelken und der zugehörige weiße "Zettel" trägt die Aufschrift 1. MAI 1979. Zugegeben, ich erkenne von der Jahreszahl nur die letzte "9", doch die reicht denn ein weiteres Plakat titelt 700 Jahre Senftenberg. Alles klar? Womit sich der Kreis zur Vorwoche inhaltlich wieder schließt... Stadtgeburtstag... Chronik... Senftenbergs Stadtgeschichte in Namen - eine öffentliche Chronik auf dem Marktplatz.
Tatsächlich hatte ich nicht damit gerechnet, daß diese vor gut einem Jahr im Rahmen des sogenannten "Bürgervorschlagsrechts",
eingebrachte Idee wieder die Runde macht. Für den, der gerade gedanklich auf dem Schlauch steht: Ich hatte
unter Neues 653 kurz darüber berichtet. Aktueller Stand: |
Aufnahme = 1979
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Ich weiß nur, daß er wohl nicht in die engere
Auswahl kommt... Er ist zwar in der einen oder anderen Form "berühmt", noch dazu in Senftenberg geboren jedoch
weitestgehend negativ bewertet. Wer gemeint ist? Klar, die Hauptfigur meines Zweitprojektes, an dem ich mittlerweile geschlagene
6 Jahre arbeite und bei dem es vor wenigen Tagen eine überraschende Entwicklung gab. Eine Entwicklung, die mich voraussichtlich demnächst veranlasst, mein Zeitkontingent temporär in eine andere Richtung zu verschieben.
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Aber ich schweife ab. Eine Internet-Recherche führt recht schnell zu der, von Exil-Chilenen in Rostock gegründeten,
Theatergruppe Teatro Lautaro (wenn man weiß, wonach man suchen muß, entdeckt man diese Bezeichnung auch auf
dem Plakat), die im Juni 1976 mit dem Stück "Margarita Naranjo" durch die Republik tingelte. Dabei
machten sie mutmaßlich auch einen Zwischenstopp in Senftenberg. Würden wir über eine umfassende Chronik
unseres Theaters verfügen, würde man darin vielleicht auch einen Hinweis auf das/ein Gastspiel der Chilenen finden.
Knapp fünf Jahre hatte
ich vergeblich versucht, an eine digitale Kopie der Akte zu
gelangen, über die jemand zufälligerweise vor 20 Jahren in einem
Archiv in Quito stolperte und die dieser zu einem kleinen Teil in ein
Internet-Forum stellte.