Aufnahme <= 1968 Archiv der Stadt Senftenberg
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Aufnahme <= 1968 Archiv der Stadt Senftenberg
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Aufnahme <= 1968 Archiv der Stadt Senftenberg
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Drei Ansichten aus den 1960ern - abgenommen von Farbdiapositiven - bilden den heutigen Einstieg für eine Geschichtsbetrachtung, die am Ende ganz woanders rauskommt. Aber keine
Bange, ich kriege den Bogen ganz elegant gespannt.

Die Fotos sind in letzter Konsequenz datumstechnisch schlecht einzutakten. Alle drei wurden zu unterschiedlichen Zeiten gemacht. An der Wuchshöhe der Straßenbäume erkennt man, daß
dies aber nur über einen kürzeren Zeitraum (3 Jahre?) erfolgt sein muß. Von den dreien halte ich das linke für das zeitlich früheste. Ist aber mehr so vom Gefühl her als echte
Gewissheit.
Was das fokussierte Objekt betrifft, so sollte das eigentlich jeder Senftenberger kennen. Es handelt sich natürlich um die ehemalige Aula der Ingenieurschule. "Ehemalige" deshalb, weil
vor vielen Jahren eine anders geartete Nutzung in den vier Wänden Einzug hielt. Heute beherbergt das Gebäude nämlich die Campus-Bibliothek des BTU-Standortes Senftenberg. Ich war in den vergangenen
Jahren ab und an Nutzer dieser Einrichtung, vorrangig um historisches Material auszuleihen oder wenigstens darin zu schmökern. Dabei durfte ich sogar in das Archiv absteigen und konnte
dort Publikationen einsehen, die sich normalerweise nicht im Präsensbestand befinden. Danke an die Mitarbeiterinnen der Bibliothek für die problemlose Zusammenarbeit!
Vor der Nutzung als Bibliothek hatte das Haus eine gänzlich andere Funktion. Ich persönlich kann mich noch dunkel an (Schüler-)konzerte erinnern, die damals in dem Saal abgehalten
wurden. Veranstaltungen der benachbarten EOS fanden dort ebenso statt wie Jugendweihen in den Räumlichkeiten einen festlichen Rahmen erhielten. Auch für Messen, Leistungsschauen und derlei mehr
wurde der Saal genutzt.
Für welche konkrete Zusammenkunft sich die Personen auf den drei Dias vor dem Eingang versammelten bleibt ein Geheimnis. Sehr wahrscheinlich war es nicht die...
Die Aufnahme, die leider rechts unten
etwas verunglückt ist (Bewegungs-
unschärfe?) wurde sehr wahrscheinlich
vor der offiziellen Eröffnung
der Ausstellung gemacht, denn Abzüge hiervon
wurden neben gestalteten Briefumschlägen
(siehe weiter unten) als Souvenir von der
Veranstaltung mit Tages-Sonderstempeln
versehen.
Mein Exemplar trägt rückseitig einen Stempel
vom 23.05.1965, also dem zweiten Veranstaltungstag.
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5. Postwertzeichen-Ausstellung des Bezirkes Cottbus, die vom 22. bis 27. Mai 1965 in Senftenberg, konkret in der Aula der Bergingenieurschule "Ernst Thälmann" über die Bühne ging.
"Bühne" ist dabei der falsche Ausdruck, denn die blieb bei der Veranstaltung weitestgehend ungenutzt. Stattdessen hatte man den Saal von sämtlicher Bestuhlung befreit und mit
zahlreichen Stellwänden ausgestattet. Wie sich das Ganze darstellte, kann man anhand nachfolgender Fotografie sehen:
Aufnahme = 05.1965 Sammlung Matthias Gleisner
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Laut offiziellem Ausstellungskatalog wurden
insgesamt 107 Exponate von Philatelisten aus dem
gesamten Bezirk Cottbus präsentiert. Diese gliederten
sich in 35 Ländersammlungen, 32 Motivsammlungen, 17
Spezialsamm-
lungen, sowie jeweils 11 Sammlungen in den zwei Jugendkategorien
(8-14 Jahre und 15-18 Jahre).
Senftenberger Philatelisten, die teilweise gleich mit
mehreren Exponaten an den Start gingen, waren zum Beispiel
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Sonderstempel vom 27.5.1965
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Frankierter Beleg mit Logo der Ausstellung und Sonderstempel vom 23.5.1965
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F.Schuffenhauer, Heinz Kallenbach, Rudolf Ziesche,
Alfons Kuntze, Hans Nevoigt, Dieter Jedrzejczak,
Walter Sauer, Werner Elstner, H.Rechenberger,
Rudolf Malz, Hermann Richter, Rudolf Haupt und
Hans Dietrich in den Erwachsenensparten. Unter den
Kindern und Jugendlichen beteiligten sich M.Dietrich
und Christa Flack aus Senftenberg.
Einige der Namen kommen mir bekannt vor. Nicht immer im
Zusammenhang mit dem Sammeln von Briefmarken.
Zwei der Senftenberger Briefmarkenfreunde übernahmen laut Programm auch
wissensvermittelnde Aufgaben während der fünftägigen
Veranstaltung.
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Ich denke, man kann ohne Untertreibung sagen, daß diese Postwertzeichenausstellung Ausdruck
eines hohen und weitverbreiteten Interesses an der Philatelie zu jener Zeit war. Zweifellos
hegten und pflegten hierzulande in den 1950ern/60ern viele Menschen ihre eigene kleine Briefmarkensammlung.
Nicht immer wird das nach "wissenschaftlichen" Kriterien erfolgt sein, oft sicher mehr so zum "Hausgebrauch".
Aber doch zu einem sehr viel höheren Maße als in späteren Jahrzehnten. Nach allem was man so mitbekommt, ist
heutzutage das Interesse an den kleinen gezähnten Sammelobjekten fast vollkommen aus der Fläche verschwunden.
Übriggeblieben sind nur die Profis und echten Enthusiasten, die diesem Hobby mit Akribie nachgehen. Weniger
Ramschkisten, mehr anspruchsvolle und hochspezialisierte Sammlungen mit Hang zu Ganzsachen.
Wie geschrieben: das war in den 60ern noch völlig anders. Senftenberg besaß damals sogar
ein Fachgeschäft!
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Und selbst in der heutzutage nahezu vergessenen "Senftenberger Zeitung", kurz "SZ", ein Presseorgan,
das zwischen 1960 und (mindestens) 1967 einmal wöchentlich erschien, pflegte man eine regelmäßige Kolumne
zu dem Thema. Geschrieben wurde diese von einem gewissen Egon Lehmann aus Schwarzheide.
Neben der Vorstellung der neuesten Briefmarkenausgaben der DDR und der "Brudervölker" vermittelte
Lehmann aber auch einige Informationen zum "Drumherum". Dabei wurde es anno 1964 sogar kriminell!
Mehr zu diesem Fall vielleicht in den Kommentaren. 
Übrigens: Ansichtskartensammler wie meiner einer, könnten zuweilen den Briefmarkensammlern buchstäblich den Hals umdrehen. Nämlich in Fällen wie dem folgenden.
Zugunsten einer Briefmarke, die man milliardenfach auf anderen und wertlosen Karten finden konnte und kann, wurde diese sehr seltene Ansichtskarte
zerstört. Daß ich das Stück digital wieder heilen konnte, steht dabei auf einem anderen Blatt.
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