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Boostern!

Boostern!

Boostern!

Es gibt aktuell kaum eine Vokabel, die vergleichsweise prominent durch die Medien gejagt wird. Ich gebe hier mal einen Tipp ab: diese "denglische" Wortschöpfung wird im nächsten Jahr ganz vorn mit dabei sein, wenn es um die Wahl zum Wort (oder Unwort?) 2022 gehen wird. Und da www.gruss-aus-senftenberg.de immer auch mindestens ein Ohr am Puls der Zeit hat, kann ich mich dem nicht verschließen und "boostere" heute auch mal ein wenig...
Ich "verstärke", denn nichts anderes bedeutet "to boost", die Wirkung bereits seit langem bekannter Senftenberger Ansichten. Und dies in Form weiterer Varianten. Wobei die Wirksamkeit in zwei Fällen nicht wesentlich erhöht wird. Ich würde jetzt nicht sagen, daß es "Rohrkrepierer" sind, aber ein zusätzlicher Erkenntnisgewinn ist nicht zu verzeichnen. Es sei denn, wir lernen, daß es sich bei den zwei Motiven um damals recht beliebte Abbildungen handelte, die es rechtfertigten weitere Abarten davon auf den Ansichtskarten-Käufer loszujagen...

Senftenberg
Verlag Erich Krause,
Papierhandlung, Senftenberg
Aufnahme <= 1914
Sammlung Wilfried Schmidt
Senftenberg Senftenberg
Senftenberg
Verlag G.R. Ziethe, Senftenberg, L.
Aufnahme <= 1901
Sammlung Matthias Gleisner
Senftenberg

Senftenberg

Senftenberg

Die nachfolgenden beiden Produktionen hingegen stellen für die darauf abgebildeten Ansichten den absoluten Zenit dar. Besser wird es nach aller Voraussicht nicht mehr! Für das linke Motiv dürfte dies mit Sicherheit zutreffen, denn es handelt sich um eine Abnahme von der originalen Glasplatte. Näher an der (damaligen) Realität geht nicht. Wobei man (wie üblich) den Himmel komplett "gelöscht" hatte.

Senftenberg
Aufnahme = 1915
SLUB Dresden / Deutsche Fotothek / Brück & Sohn
Senftenberg Senftenberg
Und obwohl hinsichtlich des linken Motivs kaum eine qualitative Steigerung zu erwarten ist, würde ich mir wünschen, wenn doch vielleicht noch irgendwann eine colorierte Ansichtskartenfassung davon auftaucht. Ja, ich weiß, derartiges habe ich in den vergangenenen 12 Jahren nicht einmal ansatzweise gesehen und doch ist es nicht gänzlich ausgeschlossen. Immerhin erschienen ja auch von anderen Motiven dieser Brück & Sohn - Serie farbige Varianten auf meinem Schreibtisch, die ich so nicht erwartet hätte. Und Wünsche darf man ja wohl noch äußern, oder?

Was das rechte Motiv angeht... es ist jetzt keine große Kunst zu erkennen, daß es sich hierbei quasi um die "Mutter" der darüber abgebildeten Ansichtskarten handelt. Die Aufnahme des Senftenberger Fotografen Hermann Meyer bildete die Grundlage für diese ganzen (mehr oder weniger) unterschiedlichen Produktionen und wir können ganz gut erkennen, an welchen Stellen man manipulierte...
In allen Fällen sah man sich gezwungen, den Schattenwurf, der nicht im Bild befindlichen Bäume, vollständig zu eliminieren. Dabei verschwand gleichzeitig die Struktur des Bodens. Auf der Fotografie erkennt man, daß es sich bei diesem Teil des Kirchplatzes um mit Unkraut durchsetzten Sandboden handelte. Wahrlich nicht unbedingt vorzeigbar.
Ebenfalls manipuliert wurde das Blattwerk des Baumes rechts. Hier verschwand auf den Ansichtskarten mindestens ein Ast. Man kann aber auch sehen, daß bereits an der Fotografie herumgedoktert wurde. Meyer versuchte etwas halbherzig ein wenig Blattwerk in der Spitze verschwinden zu lassen. Möglicherweise passierte dies eher unbeabsichtigt, als man gleichzeitig am Himmel rummalte. Der ist nämlich auch in Teilen nicht original. Übrigens habe ich an einigen Stellen auch noch etwas nachgeholfen, um die Eingriffe weniger stark hervortreten zu lassen. Ich hoffe, daß ich damit der Abbildung an sich nicht geschadet habe.

Senftenberg
Photographisches Atelier von Herm. Meyer
Senftenberg, N.-L.
Aufnahme <= 1901
Evangel. Kirchengemeinde Senftenberg