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Aufnahme <= 1911
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Und an eben jenen Anfang der 1970er entführt uns die nächste Abbildung. Norbert Jurk deklarierte das Foto
in seinem 2017er Opus mit = 1970. Und das glaube ich ihm auch. Die Version, die er auf Seite 12 präsentierte
und die mir bislang so noch nicht in die Finger gekommen ist, erweitert den Bildausschnitt stark nach links.
Dabei erkennt man, daß zu diesem Zeitpunkt bereits Teile der Neubauten in Höhe des Theaters errichtet worden waren. Wie gesagt, sieht man hier heute leider nicht aber ohnehin finde ich den Blick auf die klassische Bebauung der Laugkstraße wesentlich interessanter. Man erkennt unter anderem die Hausnummern 9 und 11, die wir auf der Fotopostkarte ganz oben schon 60 Jahre früher gesehen haben. Und diese 6 Jahrzehnte haben den Häusern nicht unbedingt gut getan. Die Fassaden sehen mittlerweile ziemlich runtergekommen aus und auch der schöne Hauseingang mit dem Balkon ist verschwunden. Der ursprüngliche Balkonzugang war kurzerhand zugemauert worden. Die Hausnummer 7, die schon am Baustil erkennbar, später erbaut worden war, macht noch einen etwas besseren Eindruck. Vielleicht weil dort der FDGB residierte? |
Aufnahme = 1970
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Einige Zeit später - entgegen Norbert Jurks Datierung auf 1971 gehe ich mit <= 1974
etwas defensiver ins Rennen - betrachten wir die Szenerie aus Nordost. Konkret von der Ecke
Rathenaustraße/Laugkstraße. Wie man erkennen kann, stehen die Neubauten mittlerweile. Das Umfeld - und das schockiert mit ein ums andere mal - macht einen unfertigen Eindruck. Offenbar war man zu DDR-Zeiten nicht einmal in der Lage ebene Fußwege anzulegen. An ein Provisorium, selbst wenn damit das oben genannte 1971 plausibler erscheint, glaube ich ehrlich gesagt nicht. Was lag, das lag! Egal wie schief und krumm. Auf diesem Foto bekommt man auch einen Eindruck, wie das Haus Laugkstraße 11 im Zuge der Gerhart-Hauptmann-Straße Anschluß fand. Davon hätte ich auch mal gerne eine historische Aufnahme gesehen. |
Aufnahme <= 1974
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Wer nun glaubt, daß das was heute die Gerhart-Hauptmann-Straße 2a/b ausmacht, die direkte Ablösung der klassischen Bebauung darstellt, der irrt sich. Es gab einen Zwischenschritt!
Und der stimmt mich gerade etwas bedenklich denn ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, wie sich das Areal "zu meiner Zeit" darstellte. Mein Gedächtnis ist
tatsächlich nicht das beste.![]() Ab Mai 1987 lag nämlich die Szenerie in meinem unmittelbaren Arbeitsumfeld. Zu diesem Zeitpunkt trat ich meinen Hilfsjob als Operator im Rechenzentrum des BKK Senftenberg an. Meine Arbeitsstätte befand sich anfangs "unterirdisch" in den Katakomben der gegenüberliegenden "VVB Braunkohle" (die Liegenschaft wird heute durch die Senftenberger Stadtwerke genutzt). Als 3-Schichtler muß ich also zwangsläufig mehrfach in der Woche an dieser Ecke mit meinem Drahtesel Marke "Diamant" vorbeigeradelt sein. Ich kriege es einfach nicht mehr zusammen. ![]() Nur so viel ist halbwegs sicher: frühestens 1989 begann man in der Gerhart-Hauptmann-Straße einen Büro-Neubau hochzuziehen - 4-stöckig wenn ich mich nicht irre - der nach Fertigstellung von diversen Abteilungen des BKK Senftenberg in Beschlag genommen wurde. Letzteres passierte aber erst nach der politischen Wende. Je länger ich darüber nachdenke, könnte der Bau aber durchaus auch erst nach 1989 begonnen haben. Ich kann mich nur noch entsinnen, daß der Rechenzentrums-Betrieb irgendwann nach 1990 umzog und ich noch einige Monate/Jahre im neuen Gebäude Dienst am sowjetischen Großrechner SM1420 (begehbar!) verrichtete. '93 oder '94 wurde ich dann in das "richtige" Rechenzentrum nach Lauchhammer versetzt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich schon längst "hochgedient" und arbeitete hauptamtlich als Programmierer für die zu jener Zeit praktisch aus dem Boden sprießenden PC-Arbeitsplätze. Lauchhammer war dann aber auch nur für wenige Jahre aktuell. Danach wechselte ich zurück in Wohnortnähe, nämlich in das LAUBAG-Gebäude in Buchwalde, wo ich weiterhin programmierte aber auch Aufgaben im Benutzerservice und der Administration übernahm. Aber das ist schon wieder eine ganz andere Geschichte. ![]() |
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