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Die ganze Aufmachung von AK_SFB 242_1 aus meiner eigenen Sammlung macht es deutlich: wir befinden uns zeitlich im 1. Weltkrieg. Genauer gesagt: im Jahre 1915. Zu dieser Zeit wurden nicht nur eine Unmenge an Postkarten mit patriotischen Motiven, Zeichnungen, Karrikaturen und Parolen hergestellt, verkauft und verschickt - auch vor den "normalen" Ansichtskarten machte die schwarz-weiss-rot gefärbte Gestaltung keinen Bogen.

Die Seite Verlage wurde nach langem mal wieder auf den neuesten Stand gebracht und gleichzeitig um eine Unterseite zum Verlag Otto Lieske erweitert.
Rein formell müsste hinter AK_SFB 032_2 Sammlung Renate Franz/Sammlung Irene Uhlmann stehen. Denn technisch gesehen handelt es sich bei der Restaurierung um einen patch job, digitale Flickschusterei sozusagen. Grundsätzlich war die Karte von Frau Franz in Ordnung, dumm nur, dass sie (die Karte) an einer schwierigen Stelle eine größere "Problemzone" hat. Glücklicherweise konnte ich die betreffende Stelle aus einer identischen Karte von Frau Dr. Uhlmann entnehmen und nahtlos einpassen. Das war übrigens das erste Mal, dass ich zu solchen Tricks greifen musste, oder besser gesagt: konnte. Um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen, braucht es schon zwei Exemplare, die allein vom Grundton nahezu gleich sind und natürlich, wenn, dann an unterschiedlichen Stellen beschädigt sind.
Gleichzeitig wird mit AK_SFB 032_2 eine weitere Lücke auf der Brück & Sohn-Seite geschlossen, bzw. kann an der entsprechenden Stelle der Platzhalter, sprich die Zweitverwerter-Variante, abgelöst werden. Es wurde bereits mehrfach auf die enge Verbindung zwischen Brück & Sohn aus Meißen und Ziethe aus Senftenberg hingewiesen. Letzterer brachte eine Reihe von Motiven des Meißner Verlages im "Nachbau" heraus und verwendete dabei sogar die Original- Seriennummern.
Bei vorliegender Karte kommt nun auch noch ein dritter Verleger ins Spiel! Auf der bildabgewandten Seite wurde der ursprüngliche Herstellervermerk durch einen Stempel überdruckt.

Erklären kann ich mir das Ganze nicht, frage mich aber ob das mit rechten Dingen zuging, zumal die Karte erst ein Jahr im Handel war, also von Resteverwertung kaum die Rede sein konnte. Offensichtlich war Brückner ziemlich in Eile, fremde Karten mit seinem eigenen Vermerk zu versehen, dass er mglw. aus Unachtsamkeit eine eher ungewöhnlich Abkürzung für "Papierhandlung" verwendete... Papierhanlg. statt "Papierhdlg." oder "Papierhandlg.". Wir werden es nie erfahren!
AK_SFB 241_1 stammt aus der Sammlung von Frau Dr. Uhlmann und liefert uns jeweils eine Außen- und eine Innenansicht des Hotels "Kronprinz". Mindestens bei den Schriftzügen "Hotel Kronprinz" und "Erbaut 1898" wurde ein bißchen nachgeholfen. Die Aufnahme kann momentan auf <= 1907 datiert werden.

Neuigkeiten auf der Website:
Die Dank-Seite wurde aktualisiert.
Außerdem habe ich endlich meinen eigenen Besucherzähler an den Start gebracht. Die Angaben, die mir bislang geliefert wurden, waren für mein Dafürhalten nicht nachvollziehbar.
Auch wenn das, was mir mein Provider liefert, in Teilen ziemlich mysteriös bleibt, kann man an untenstehender Grafik zumindest einen Trend erkennen. Und der geht steil nach oben! Also mache ich das Ganze doch nicht nur für mich...


Wie nennt man das nun? Postkarte mit eingebautem Passepartout und Holzrahmen?
Diese Form der Gestaltung war offenbar eine Zeit lang recht beliebt, denn es existieren mehrere Motive mit dieser Aufmachung. Sogar von unterschiedlichen Verlegern! Eine davon wurde bereits vor langem archiviert. Mindestens zwei weitere sind mir bekannt.
Das Motiv als solches ist ebenfalls nicht neu. Mittlerweile handelt es sich bei AK_SFB 009_4 (eigene Sammlung) bereits um die 4. Variante...

   
Das Highlight der Sammlung von Wolfgang Hoffmann - Eine Ansicht des alten Bahnhofs <= 1915. Liebhaber würden tief in die Tasche greifen, um in den Besitz des Originals von AK_SFB 240_1 zu gelangen. Zumal sich die Karte in einem perfekten Zustand befindet.

Ein denkwürdiges Ereignis erfordert auch ein gebührendes Anschauungsobjekt: AK_SFB 129_2 aus meiner eigenen Sammlung ist die 300. Postkarte, die in das digitale Archiv aufgenommen wurde. Gleichzeitig handelt es sich dabei um eine Karte mit den bislang ältesten Motiven. Obwohl im November 1900 postalisch befördert, sind die darauf abgebildeten Motive bereits von einer Variante bekannt, die ihrerseits 1897 gelaufen ist.

Also: Auf die nächsten hundert! Material ist in ausreichender Menge vorhanden, so dass in einigen Monaten sicher die 400. Postkarte zelebriert werden kann.


Man glaubt es kaum, wie schnell so eine Woche vorbei ist. Wir drehen den Zähler wieder auf Null, schieben die Einträge der vergangenen Woche eins nach hinten und starten von neuem mit einer Ansichtskarte aus der Sammlung der Familie Wendt.
Das was heute Google Earth ist, waren vor gut 80 Jahren Ansichtskarten mit sogenannten Luft- oder Fliegeraufnahmen.
Mit ihrer Hilfe war und ist es möglich, sich einen Gesamtüberblick aus der Vogelschau zu verschaffen. Man kann nur staunen, wieviele Details man mit Hilfe der digitalen Vergrößerung zum Vorschein bringen kann. Unsere Vorfahren waren dazumal auf ihre guten Augen bzw. eine Lupe angewiesen.
AK_SFB 239_1 ist derzeitig nicht exakt datierbar. Den handschriftlichen Vermerk 1923 auf der bildabgewandten Seite, halte ich für ein wenig sportlich. Die Firma Junkers Luftbildzentrale wurde zum einen erst 1924 gegründet und zum anderen kann man hier folgendes nachlesen: Von 1929 bis 1935 wurden erstmals in Deutschland nahezu alle Städte, Dörfer und Landschaften, von dem seit 1928 am Flughafen Leipzig-Mockau ansässigen Unternehmen, aus der Vogelperspektive abgelichtet.

 
Da Senftenberg sicher nicht zu den ersten Städten gehörte, denen diese Ehre zuteil wurde, muss man wohl davon ausgehen, dass die Aufnahme frühestens Mitte 1929 gemacht wurde.
Ich habe ohnehin meine eigene Theorie zu den Luftbildaufnahmen. Ich glaube nämlich, dass man aus allen Fliegeraufnahmen, die von Senftenberg existieren, maximal 3 Häufchen machen kann. Jedes dieser Häufchen symbolisiert ein bestimmtes Datum. Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass während einer Befliegung mehrere Motive "geschossen" wurden, die später auf Postkarten oder in anderen Publikationen landeten. Zudem ist es höchst unwahrscheinlich, dass in jedem Jahr Überfliegungen zum Zwecke der Luftbildaufnahmen stattfanden...
Da hat sich nämlich bis heute nicht viel verändert: Die Satellitenbilder von Google, Bing oder ähnlichen sind größtenteils auch mehrere Jahre alt.

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