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Älteres


Senftenberger Anzeiger (1932)
Senftenberg
m71
Photo-Atelier Ernst Wenzel,
Senftenberg, Calauerstr. 13, Tel.283
Aufnahme <= 1939
Sammlung Erika Fischer
Auf ein Detail der oben abgebildeten Ansicht der Bahnhofstrasse möchte ich besonders hinweisen. Hinten links kann man in der Ferne die überdachte Terrasse von Bode's Cafe erkennen. Auf die Vorzüge selbiger wird in dem links abgebildeten Inserat aus dem Senftenberger Anzeiger hingewiesen. Da man jedoch keinerlei Details ausmachen kann, stelle ich nachfolgend eine "Innenansicht" dieses Terrassenbaus zur Verfügung. Hierauf kann man sehen, dass die Überdachung lediglich aus Leinwand bestand. Wie es im Cafe Bode selbst aussah, das verrät uns die rechte Zweibildkarte.
Senftenberg
Photographie u. Verlag Fr. Kachel,
Senftenberg, N.-L. Tel. 466
Groß-Räschen, N.-L. Tel. 65
P4662 24
Aufnahme <= 1924
Sammlung Norbert Jurk
Zwischen beiden Ansichtskarten liegen mindestens acht Jahre, an der Inneneinrichtung wird sich über die Dauer jedoch wenig verändert haben. Sogar in einem Firmenadressbuch für Senftenberg, Calau N.-L. u. Umgeb. aus dem Jahr 1947 wird für den entsprechenden Eintrag eine Grafik verwendet, die starke Parallelen zu der Szenerie aufweist, die im unteren Bereich der Zweibildkarte festgehalten ist.


- Senftenberg, 15. Juni. Nach Schluß der in diesen Tagen in Dresden stattgefundenen Hauptversammlung des Zentral-Verbandes der Kohlenhändler Deutschlands unternahmen die anwesenden Mitglieder und Industriellen mit ihren Gästen in Begleitung einer größeren Anzahl von Damen einen Ausflug in das Senftenberger Kohlenrevier. Vormittags per Extrazug hier angekommen, unterzogen sie zunächst verschiedene Werke der Umgegend einer Besichtigung, die allseitige Befriedigung gewährte. Nachmittags 4 Uhr fand im großen Saale des hiesigen Schützenhauses ein Festmahl statt, an welchem sich annähernd 500 Personen beteiligten. Die Anwesenden waren aus allen Teilen des Reiches. Der Stadtrat von Dresden war durch 2 Mitglieder vertreten. Zuerst begrüßte Herr General-Direktor Schumann die Erschienenen mit warmen Worten, seiner Freude über das zahlreiche Erscheinen Ausdruck gebend. Der Vorsitzende des Verbandes, Herr Winsinger aus Hamburg, dankte im Namen aller für die überaus gastfreundliche Aufnahme durch den Verein der Niederlausitzer Kohlenwerke. Hierauf begrüßte Herr Bürgermeister Ziehm die Anwesenden namens der Bürgerschaft, Herr Direktor Piatschek toastete auf die Frauen und noch weitere schöne Reden würzten das Festmahl. Die Tafelmusik stellte die gesamte Senftenberger Stadtkapelle. Nach Schluß der Tafel ging es wieder per Wagen nach dem Bahnhof, von wo aus die Heimkehr der Exkursionsteilnehmer erfolgte.
Senftenberg
Starke & Sachse, Grossenhain
Aufnahme <= 1906
Sammlung Norbert Jurk

Soweit der Senftenberger Anzeiger im Jahre 1906 über besagten Ausflug, zu dem, wie wir heute lernen, eine Erinnerungspostkarte aufgelegt wurde. Ich könnte jetzt behaupten, dass der darauf links oben abgebildete Ort Senftenberg sei (der Kirchturm würde passen), aber ich glaube, dass man für die Gestaltung der Karte auf bestehende Standardgrafiken zurückgriff.

Ob der, auf links abgebildeter Vignette genannte Hermann Blumenthal jun., ein Berliner Kohlengrosshändler, bei dem Treffen anwesend war, wird sich nicht mehr feststellen lassen. Es ist letztlich auch unwichtig. Interessant ist in diesem Zusammenhang jedoch die Vignette selbst, da sie eine Abart einer weit verbreiteten Reklamemarke ist, welche wiederum für uns von etwas grösserer Bedeutung ist.
Beworben wurden mit ihr Senftenberger Krone Briketts aber ich muss gestehen, dass ich bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiss, wo genau, also in welcher Brikettbude, dieses Fabrikat tatsächlich gepresst wurde. Und das obwohl weitere Reklameartikel mit diesem Logo existier(t)en. So wurden zum Beispiel umfangreiche Ansichtskartenserien mit Künstlermotiven aufgelegt, die rückseitig das Logo und den Verweis auf Senftenberg tragen. Dass es tatsächlich Krone-Briketts gegeben haben muss kann man hier auf der Internet-Seite des Brikettsammlers Udo Schan sehen.

Untersetzer mit Logo
Senftenberg
Bernhard
erschienen <= 19??
Sammlung Matthias Gleisner
Senftenberg
RK_Bgb 001_1
von <= 1909 auf <= 1908
Senftenberg
RK_Bgb 002_1
von <= 1909 auf <= 1908

Ich begebe mich zur Abwechslung heute einmal in Senftenbergs Norden. Ich muss gestehen, dass ich mich dort eigentlich überhaupt nicht auskenne. Irgendwie war das nie meine Gegend! Es gab Ecken von Senftenberg in die man als Kind und Jugendlicher einfach nie hinkam. Irgendwann musste der übergroße Teil des Geländes dem vorrückenden Tagebau Meuro weichen und so haben wir heutzutage kein Vergleichsmaterial in natura mehr zu bieten. Stattdessen sind wir auf Ansichtskarten und Fotos wie die beiden heutigen Exemplare angewiesen.
Den Anfang macht eine kommerzielle Zweibildkarte, auf deren oberer Hälfte wir einen raren Blick in die Forststrasse werfen können. Für mich sieht das Gebäude in der Mitte nach einem Ladengeschäft aus. Den zugehörigen Namen konnte ich leider bislang nicht ermitteln. Der untere Teil der Karte stellt einen Blick von der Höhe 304 dar. Möglicherweise kann man hier auch Teile der Forststrasse ausmachen, aber wie schon weiter oben gesagt: ich kenne mich in der Gegend nicht aus.

Bei der zweiten Abbildung handelt es sich um ein Privatfoto, welches einen, zugegeben: sehr entfernten, Blick auf die Höhe 304 bietet. Dem Fotografen war sicher mehr daran gelegen, die Person im Vordergrund in Szene zu setzen, als die für uns viel wichtigere Gegend abzubilden.

Senftenberg
Aufnahme <= 19??
Sammlung Norbert Jurk
Senftenberg
Ernst Wenzel,
Photogr., Senftenberg.
Aufnahme <= 1940
Sammlung Fred Förster
Wenn man das Bild ganz genau inspiziert und weiss wonach man suchen muss, dann kann man sogar das Schieberhaus des Hochbehälters am Raunoer Berg ausmachen.

Die Chronik Die Niederlausitzer Wasserwerksgesellschaft m.b.H. zu Senftenberg (Lausitz) und ihre Wasserwerke (circa 1914) führt zu selbigem aus.
Der Hochbehälter hat den Zweck, den wechselnden Wasserverbrauch auszugleichen und erhielt einen Fassungsraum von 2000 cbm. Der Inhalt des Behälters ist so bemessen, daß auch für Feuerlöschzwecke das erforderliche Wasser aufgespeichert werden kann. Der Behälter besteht aus zwei Kammern von je 1000 cbm Inhalt und einer gemeinsamen Schieberkammer. Die Grundfläche ist kreisrund, die Ausführung ist in Eisenbeton erfolgt. Die Sohle des Behälters liegt 151m über NN.

Die nachfolgenden Schnittzeichnungen, die, wie auch die schöne Abbildung des Schieberhauses, oben genanntem Werk entnommen sind, liefern dem technisch Interessierten weitere Detailinformationen.

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