Neueres

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Älteres


Senftenberg
Verlag: Erich Krause,
Papierhandlung,Senftenberg, N.-L.
Aufnahme <= 1923
Sammlung Erika Fischer
Senftenberg
Aufnahme = 1929
Sammlung Isolde Rösler
Senftenberg
Kunstverlag Reinhard Rothe,
Meissen.
R 33132
Echte Photographie
Nr. 1686
Aufnahme <= 1935
Sammlung Matthias Gleisner
Ich weiss nicht genau wieviel unterschiedliche Ansichten der nordöstlichen Marktecke ich bereits vorgestellt habe. Ob hochkant oder quer. Gefühlt: einhundert. Diese Sichtachse war aufgrund der Tatsache, dass man gleich noch eine Kirche mit auf das Bild bekam so beliebt. Kirchen sind ja ohnehin bevorzugte Ansichtskartenmotive. Jedenfalls muss ich höllisch aufpassen bei der Beurteilung, ob das Motiv schon gezeigt wurde oder nicht. Bisweilen rutscht einem da auch schon einmal etwas durch. So wie die Ansichtskarte links oben. Im letzten Moment kam mir aber doch noch die Eingebung, dass es sich hierbei um eine noch nicht vorgestellte Abbildung handelt. Ausschlaggebend waren die abgebildeten Personen.
Was ebenfalls schwer fällt: die möglichst korrekte Datierung der einzelnen Motive. Die Läden, die ich ganz gerne für solche Zwecke heranziehe, bestanden aber dummerweise über viele Jahre. Ein unwiederlegbares Merkmal haben wir trotzdem - die Adresse Markt 16/17. Hier wurde 1929 abgerissen und neu gebaut. Wie der Zufall es will, kann ich dies sogar bildlich dokumentieren. Das Foto in der Mitte zeigt den Rohbau bei dem bereits Richtfest gefeiert wurde.
Die dritte Ansichtskarte im Bunde bildet die Zeit nach 1929 ab. Das Haus des Bäckermeisters Paul Häusler ist fix und fertig und der Eisverkauf läuft auf vollen Touren. Und das seit dem 22. Juni 1929, wie wir nachfolgendem Inserat aus dem Senftenberger Anzeiger entnehmen können.

Senftenberger Anzeiger (1929)

Es war nicht am 1. April vorigen Jahres, sondern eher gegen November zu, da erschien in der Lausitzer Rundschau folgende Meldung:

Lausitzer Seilbahn-Projekt hat Zukunft

Senftenberger Professor rät zu weiteren Spinnereien für die neue Urlaubsregion
Geierswalde/Senftenberg. Seilbahnen gleiten über die gefluteten Tagebaugruben des Lausitzer Seenlandes.
Aus den Kabinen genießen Mitfahrer die Landschaft im Wandel aus der Vogelperspektive. Und die für hiesige Verhältnisse eher ungewöhnliche Technik befördert Touristen gleich von ausgewählten Bahnhöfen zu den Stränden. Diese Vision könnte eines Tages wahr werden. Das glaubt zumindest Prof. Peter Biegel vom Lehrstuhl Fördertechnik der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus - Senftenberg. Der Wissenschaftler hat die Idee mit Studenten entwickelt und zur Projektreife vorangetrieben. "Klar hört sich das Vorhaben zunächst wie eine Illusion an. Aber ich denke, jeder Bürgermeister der Region sollte durchaus solche Spinnereien in seinem Schubfach haben", erklärte Biegel am Rande des Richtfestes für die Leuchtturm-Anlage am Geierswalder See. Zumindest in Bauherrin Heike Struthoff hat der Professor eine begeisterte Mitstreiterin gefunden. "Wir haben uns durch dieses Projekt kennen gelernt", erzählt Biegel. Und weiter: "Frau Struthoff forderte gleich für den Geierswalder See eine Seilbahn-Station." Das bestätigte die Hoyerswerdaer Unternehmerin auch umgehend.

Allerdings sei das ehrgeizige Vorhaben nicht zum Nulltarif zu haben. "Mehr als zehn Millionen Euro müssten schon investiert werden", rechnet Peter Biegel vor. "Aber vielleicht kommt eines Tages ein Ölmagnat ins Seenland und investiert in genau so ein Vorhaben." Eine abgespeckte Variante sei auch zwischen dem Bahnhof Senftenberg und dem Lausitzring vorstellbar.

Und was sage ich angesichts der heutigen Ansichtskarte? Hatten wir alles schon einmal! Okay, ich gebe zu, es war jetzt nicht eine Seilbahn zur Personenbeförderung sondern zum Transport von Kohle aus dem Tagebau in die Brikettfabrik. Ich würde jedoch nicht ausschliessen, das es vielleicht die eine oder andere Alkohol-schwangere Mutprobe gab, bei der die Gondel auch schon einmal zum Transport von Menschen missbraucht wurde.

Senftenberg
Verlag Wilhelm Brückner,
Senftenberg, N.-L.
Aufnahme <= 1909
Sammlung Detlef Krumm
Leider ist die abgebildete Gegend zu unspezifisch, als dass ich mit Sicherheit sagen könnte, wo das genau ist. Ich bin dennoch der festen Überzeugung, dass es sich tatsächlich um Senftenberg handelt. Bestätigt finde ich dies auf einem alten Stadtplan (siehe unten). In ihm findet man die Seilbahn der Pfännerschaft eingezeichnet, die ich der besseren Erkennbarkeit wegen, zusätzlich farblich markiert habe. Wir können sehen, dass die Seilbahn einen Tagebau im Norden mit der Brikettfabrik der Halleschen Pfännerschaft ("Friederich Ernst") verbindet. Der Zweck des Ganzen wurde uns ja schon auf obiger Ansichtskarte offeriert. Was wir auch erkennen können: Die Trasse schneidet eine ganze Reihe von Straßen, die bis auf die Calauer Straße, die ich definitiv ausschliesse, alle mehr oder weniger in Frage kommen könnten. Deshalb befürchte ich, dass wir wohl niemals ermitteln können, wo exakt die zugrundeliegende Fotografie aufgenommen wurde.

Ausschnitt Stadtplan (ca. 1910)

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