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Ich habe es mir heute bezüglich der "Zugabe" etwas einfacher gemacht und den Text nicht abgeschrieben, sondern in dem "look & feel" belassen, wie ihn die Schüler anno 1928 innerhalb des Erdkundeunterrichts offeriert bekamen... kurz und knapp und in gewisser Weise schlagwortartig werden hierin die Eckpunkte der Braunkohleentstehung, -förderung und -verarbeitung abgehandelt. Obendrauf gibt es für den Wissbegierigen noch eine Fotografie aus einer Braunkohlegrube bei Senftenberg. Ich vermute, dass die Aufnahme in Richtung Klettwitz/Annahütte gemacht wurde - Die abgebildete Brikettfabrik sagt mir jetzt auf die Schnelle nicht so viel.
Die nachfolgenden zwei Versionen ein und desselben Motivs passen ganz gut zu der Beschreibung von dem "bis zum Grunde gegrabenen Loch". Man erkennt sehr schön wie kleinteilig die Kohlegewinnung in den Anfangsjahren zuweilen war. Ich schätze, dass das abgebildete "Loch" auf der Sohle keine 30 Meter Durchmesser hat.

Senftenberg
C.G. Grubann Senftenberg
Aufnahme <= 1905
Sammlung Fred Förster
Senftenberg
C.G. Grubann Senstenberg
Aufnahme <= 1905
Sammlung Norbert Jurk

Im Zusammenhang mt der rechten (zeitlich späteren) Version möchte ich auf den Schreibfehler Senstenberg statt Senftenberg hinweisen. Dieser zieht sich konsequent durch alle Bestandteile der Karte... zweimal bildseitig und einmal innerhalb der Verlegerangaben auf der Adressseite. Der Grund dafür bleibt im Dunkeln. Möglicherweise hat es etwas damit zu tun, dass besagte "falsche" Karte offenbar für den US-amerikanischen Markt produziert wurde. Zumindest ist das mir vorliegende Exemplar innerhalb der USA befördert worden. Da stellt sich mir natürlich die Frage, wer auf die verrückte Idee gekommen ist, ein derartiges Motiv für einen Markt am anderen Ende der Welt herzustellen. Aber solche Dinge sind nachgewiesenermaßen kein Einzelfall. Ich stellte vor langer Zeit ein Senftenberger Motiv vor, welches für den schwedischen Markt produziert worden war. Auch die folgende Ansichtskarte weist eine solche Merkwürdigkeit auf. Einige (nicht alle!) Exemplare tragen adressseitig eine zusätzliche Reklameaufschrift. Diese nimmt einerseits den gesamten Raum ein, der für die eigentliche Nachricht reserviert sein sollte, womit der Schreiber wieder auf die Bildseite ausweichen müsste. Andererseits bewirbt man damit zu allem Überfluss auch noch einen holländischen Saatgut- und Futterhandel...

Senftenberg
Verlag: Alfred Kratze, Chemnitz
1909
Aufnahme <= 1912
Sammlung Matthias Gleisner
Man weist besonders auf das Morgenfutter für Hühner hin, welches die Eierproduktion in einem hohen Maß unterstützen würde.

Wie das nun alles mit dem umseitigen Tagebaumotiv aus Deutschland zusammenpasst, erschliesst sich mir nicht.

Die Abbildung selbst stellt erneut eine kleinteilig angelegte Kohlegewinnung dar. Anders dagegen die beiden letzten Bergbau-Motive. Auf ihnen wird der Übergang zu großräumigeren und stärker technisierten Abbaumethoden offensichtlich. Eine geografische Bestimmung aller heutiger Motive ist quasi unmöglich. Uns muss reichen, dass der Postkartenverleger das Wort "Senftenberg" auf der Bildseite verewigt hat, damit die Motive Eingang in das Subarchiv Bergbau auf www.gruss-aus-senftenberg.de finden dürfen.

Senftenberg
Aufnahme <= 1912
Sammlung Fred Förster
Senftenberg
Erich Krause, Papierhdlg.,
Senftenberg, N.-L.
10 83990
Aufnahme <= 1911
Sammlung Matthias Gleisner

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