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Älteres


Senftenberg
Heimatkalender-Verlag Fr. Drescher,
Grünberg bei Dresden
Aufnahme <= 19??
Sammlung Matthias Gleisner
Senftenberg
Der schöne Gau Mark Brandenburg
Bildreihe 4: Kreis Calau/N.L.
Bild Nr. 32: Senftenberg, Totalansicht von Höhe 304,
nach einem Originalgemälde von Joachim Banski
Herausgegeben vom Landesfremdenverkehrsverband Mark Brandenburg, Abteilung Werbedienst Mark Brandenburg
Verlag f. Kultur- u. Wirtschaftswerbung Daenell & Co.
Berlin NW40, In den Zelten 20
Aufnahme <= 1939
Sammlung Matthias Gleisner
Senftenberg
Heimatkalender-Verlag Fr. Drescher,
Grünberg bei Dresden
Aufnahme <= 1930
Sammlung Ursula Grasshoff
Senftenberg

"Aus jedem Dorf ein Hund" - So könnte man die heutige Auswahl wohl treffend betiteln. Die drei Stücke haben jedoch mehr Gemeinsamkeiten als man im ersten Augenschein vermuten würde. Natürlich haben sie alle etwas mit Senftenberg und Umgebung zu tun. Klar, sonst würde ich sie auch nicht vorstellen.
Darüber hinaus haben alle Produktionen bereits das heute noch gängige Format von 10,5 x 14,5 cm, während die meisten Ansichtskarten, die ich hier bislang vorgestellt habe, um einiges kleiner ausfallen. Zudem bestehen sämtliche Stücke aus eher leichtem und biegsamen Material. So in der Art, wie es diese Wandkalender auch heute noch gibt, von deren 12 Blättern man nach Ablauf eines Monats jeweils eine Ansichtskarte abschneiden kann. Also ziemlich labbriges Material, das sich eigentlich nicht gut für den Postversand eignet, weshalb sich Exemplare dieser Art wahrscheinlich vermehrt immer noch in irgendwelchen Schreibmappen befinden. Da die Teilnahme an Preisauschreiben von Presse, Funk und Fernsehen auch immer seltener analog stattfindet, fällt dieser Verwendungszweck auch zunehmend flach.

Interessant wäre es schon, über welche Kanäle die obigen Produktionen vertrieben wurden. Die Stücke rechts und links haben anhand ihrer Verlegerangaben ja irgendetwas mit "Kalender" zu tun, wobei ich jedoch nicht davon ausgehe, daß damit jene oben erwähnten Wandkalender gemeint sind. An den Teilen ist nicht erkennbar, daß sie irgendwo abgeschnitten worden wären. Vielmehr könnte es sich um Heimatbücher gehandelt haben und da wäre es schon spannend zu wissen, wonach man da ggf. suchen müsste. Zumal die drei Produktionen, die ich mittlerweile von diesem Verlag archivieren konnte auch noch jeweils ein unterschiedliches Layout aufweisen. Das lässt vermuten, daß es es sich um verschiedene Produktlinien handelte, die möglicherweise über einen Zeitraum von mehreren Jahren erschienen. Und vielleicht waren die drei Ansichten auch nicht die einzigen, die in mein Interessengebiet fallen...
Nichts genaues weiß man wieder einmal nicht...

Auch die mittlere farbige Produktion gibt Rätsel auf. Soviel ist klar: es existierte eine Vielzahl unterschiedlicher Motive in dieser Serie. Es gab darin mehrere Bildreihen wobei die für uns interessante die Nummer. 4 ist. In jeder Bildreihe gab es eine größere Zahl von Motiven. Wieviele pro Bildreihe ist von mir aktuell nicht ermittelbar. Mit dem heutigen Stück kann ich nunmehr drei Exemplare nachweisen, die sich mit der näheren Umgebung von Senftenberg befassen. Alle drei basieren auf Gemälden eines gewissen Joachim Banski. Ich hatte vor längerem schon einmal versucht etwas über diesen Künstler herauszufinden. Die Informationslage ist zwar immer noch dürftig, jedoch im Vergleich zu vor vier Jahren etwas konkreter. So konnte ich mittlerweile im Internet Geburts- und Sterbejahr (1910 bzw. 1945) finden und auch den Hinweis, daß Banski zu einer Berliner Künstlergruppe gehörte. Mindestens zwei weitere Banski-Gemälde ("Welzow, Tagebau der Eintracht AG", "Zielenzig") wurden in der Gesamtserie Der schöne Gau Mark Brandenburg verwendet. Andere Künstler, deren Werke ebenfalls für die Ansichtskartenserie reproduziert wurden sind etwas bekannter als Banski. Da tauchen Namen auf wie Carl-Kayser Eichberg, Robert Balcke, Ernst Faehndrich oder Willy Springer. Zu diesen Malern findet man erheblich mehr Informationen als zu Joachim Banski.
Fraglich ist auch, ob Banski hier vor Ort war oder die Gemälde auf Basis von Fotografien mit einer Portion künstlerischer Freiheit schuf. Ich könnte mir vorstellen, daß ihm das Heimatbuch "Der Kreis Calau" von 1937 vorlag. Dort finden sich nämlich Abbildungen der Grube Ilse-Ost, des Koschenbergs und auch ein Blick von der Höhe 304, der dem Gemälde ziemlich ähnlich ist und die mir darüber hinaus auch irgendwie "gemalt" aussieht...


Ufff... Die in der Vorwoche angekündigten technischen Renovierungsarbeiten sind weitestgehend abgeschlossen. Mal sehen, ob es in der nächsten Zeit noch irgendwo knirscht aber ich bin eigentlich zuversichtlich, daß sich notwendige Nacharbeiten im Rahmen halten werden. Das Ganze hat doch etwas länger gedauert, so daß ich in dieser Woche keine thematische Aufarbeitung anbieten kann. Dies wird in der nächsten Woche fortgesetzt.
Wie man sehen kann, hat sich rein äußerlich nichts gravierendes geändert. Mir wurde zwar von einem Profi in Sachen Webdesign attestiert, daß meine Internetseite "altbacken" daher kommt, aber der Gute hatte dabei irgendwie nicht auf dem Schirm, daß es sich thematisch hierbei um historisches Bildmaterial und Sachverhalte aus der Vergangenheit handelt. "Altbacken" ist quasi das Motto!
Was sich tatsächlich verändert hat, ist, daß ich die Generierung der unterschiedlichen Bilderlisten (6 Archive, Verlage, Stadtplan usw. usf.) vereinheitlicht habe und die dazu notwendigen Angaben vollständig aus einer Datenbank lade. Das dürfte für den Nutzer auch merklich schneller gehen als das Laden relativ statischer Seiten in der Vergangenheit.
Außerdem habe ich mich mehrere Stunden hingesetzt und sämtliche Abbildungen auf diejenige "Neues"-Seite referenziert, auf der das Stück erstmals vorgestellt wurde. Es ist nunmehr möglich aus den Bild-Archiven direkt auf die jeweilige "Neues"-Seite zu springen, um ggf. Hintergrundinfos nachzulesen. Ich denke, das ist schon mal ein Mehrwert.
Dafür musste ich jedoch in den vergangenen Tagen sämtliche 422 Neues-Seiten durchackern und die Zuordnungen in der Datenbank hinterlegen.
Bei dieser Arbeit wurde mir einmal mehr vor Augen geführt, wie lange ich das hier schon betreibe und wieviel Zeit mittlerweile zwischen der Vorstellung mancher Exemplare und heute verstrichen ist. Dabei kommt mir einiges noch gar nicht so lange vor und ich kann mich teilweise noch gut erinnern, wo und von wem ich das eine oder andere Stück erhalten habe. Manche der Spender weilen leider schon nicht mehr unter uns. Von anderen habe ich auch schon lange nichts mehr gehört oder gelesen. Schade eigentlich!
Nicht nur aus diesem Grund habe ich auch den Nutzerbereich, aus dem man sich die Wasserzeichen-losen Versionen herunterladen kann, erheblich reduziert. Übrig geblieben sind die Zugänge einiger weniger Personen, die mir speziell am Herzen liegen. Sollte jemand aus diesem illustren Kreis geflogen sein, kann er sich gerne bei mir melden. Dies gilt im übrigen auch für sämtliche Ad hoc - Anfragen nach ungeschützten Versionen der Motive.
Fragen kostet nichts! Auch wenn das manch ein Zeitgenosse anders sieht und lieber meine Vorschaubilder (bei entsprechendem Qualitätsverlust) größer zieht, um damit in Senftenberger Facebook-Gruppen zu reüssieren. Wer es nötig hat...

Was die Referenzen zwischen Abbildungen und "Neues"-Seiten angeht, muß ich natürlich noch einschränkend anmerken, daß jene "berühmten ersten 170" auf diesem Wege nicht verknüpft werden konnten. Ganz einfach aus dem Grund, daß ich damals im Herbst 2011 bereits mit diesem Grundstock ins Rennen gegangen bin und diese nicht mehr rückwirkend explizit vorgestellt habe. Wer wissen möchte, um welche Motive es sich dabei handelt, dem kann nun (der Datenbank sei es gedankt) ganz schnell geholfen werden... nämlich hier.

Was man dabei auch erkennen kann: von den dort dargestellten Motiven muß ich noch sehr viele erneut digital restaurieren. Einige sind schon auf die neue und bessere Qualität gebracht worden, der größte Teil steht aber noch aus. Arbeit für lange Winterabende!